Satz zu einem Klavierkonzert in d-Moll (K. 537b)
沃尔夫冈·阿马德乌斯·莫扎特

Mozarts Satz zu einem Klavierkonzert in d-Moll (K. 537b) ist ein kurzer, fragmentarischer Konzertsatz, den er 1788 in Wien entwarf, als der Komponist 32 Jahre alt war. Da das Stück nur in unvollständiger Form überliefert ist, wird es meist im Zusammenhang mit dem zeitgleich entstandenen Klavierkonzert Nr. 26 in D-Dur, K. 537, behandelt.
Hintergrund und Kontext
Mozart schrieb K. 537b 1788 in Wien, im selben Jahr, in dem er das Klavierkonzert Nr. 26 in D-Dur, K. 537 (24. Februar 1788), vollendete. Die erhaltene Musik ist kein vollständiger, aufführungsfertiger Konzertsatz; vielmehr wirkt sie wie ein aufgegebener Ansatz oder eine alternative Idee, die in Katalogisierung und Editionen später mit K. 537 in Verbindung gebracht wurde.[1][2])
Stilistisch ist die Wahl von d-Moll innerhalb von Mozarts spätem Klavierkonzert-Schaffen auffällig—sie erinnert eher an die dramatische Rhetorik des früheren Klavierkonzerts Nr. 20 in d-Moll, K. 466 als an die festliche D-Dur-Welt des „Krönungskonzerts“.[3])
Musikalischer Charakter
Die überlieferte Musik ist äußerst kurz (oft als nur wenige Dutzend Takte beschrieben), sodass weitreichende formale Aussagen überzogen wären. Aus dem notierten Zustand lässt sich jedoch sagen, dass Mozart den Beginn eines Konzerts in d-Moll skizzierte, mit angedeutetem Soloklavier und Orchester, jedoch ohne das ausgedehnte orchestrale tutti und ohne den großformatigen Tonartenplan, den man in einem ausgearbeiteten ersten Satz erwartet.[1]
Selbst in dieser gekürzten Gestalt deutet die Moll-Grundlage auf eine drängendere, theatralischere Haltung als bei K. 537 selbst: eine Welt gespannter Unisoni, nachdrücklicher harmonischer Wendungen und jenes ruhelosen Vorwärtsdrängens, mit dem Mozart dramatische Sätze häufig eröffnet (ein Profil, das man von K. 466 her kennt).[3])
Stellung im Katalog
In der Neuen Mozart-Ausgabe ist K. 537b unter den Konzertfragmenten abgedruckt, die dem Band mit K. 537 und K. 595 angehängt sind—eine editorische Platzierung, die seinen Status als überlieferten Torso unterstreicht und ihn weniger als eigenständiges, konzertreifes Werk ausweist.[1]
[1] IMSLP: contents list for the Neue Mozart-Ausgabe volumes showing K.Anh.61/537b as a concerto fragment appended to the K.537/K.595 volume (p.198).
[2] Wikipedia: Piano Concerto No. 26 in D major, K. 537 (completion date and general work context).
[3] Wikipedia: Piano Concerto No. 20 in D minor, K. 466 (reference point for Mozart’s D-minor concerto rhetoric).