Satz zu einem Klavierkonzert in Es-Dur (in Verbindung mit K. 491), K. 537c
von Wolfgang Amadeus Mozart

Mozarts Satz zu einem Klavierkonzert in Es-Dur (K. 537c) ist ein erhaltenes Fragment â genauer: der Beginn eines langsamen Satzes â fĂŒr Klavier und Orchester, entstanden 1786 in Wien, als der Komponist 30 Jahre alt war. In den Quellen eng mit dem Klavierkonzert Nr. 24 in c-Moll, K. 491 verbunden, gewĂ€hrt es einen kurzen Einblick in Mozarts konzertante Lyrik in Es-Dur, ohne jedoch genĂŒgend Material zu ĂŒberliefern, um daraus einen vollstĂ€ndigen, auffĂŒhrbaren Satz zu rekonstruieren.
Hintergrund und Kontext
In Wien befand sich Wolfgang Amadeus Mozart (1756â1791) 1786 auf dem Höhepunkt seiner Meisterschaft im Klavierkonzert: Er schrieb fĂŒr die öffentlichen Konzerte der Stadt und fĂŒr seine eigenen Auftritte als Solist. In diese Zeit fĂ€llt auch der Eintrag des Klavierkonzerts in c-Moll, K. 491 in sein thematisches Verzeichnis (MĂ€rz 1786) â ein Werk, dessen Spannweite und instrumentale Farbigkeit es als eines seiner ambitioniertesten Konzerte ausweisen.[2]
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K. 537c ist ausschlieĂlich als Anfang eines langsamen Satzes in Es-Dur fĂŒr âClavier und Orchesterâ ĂŒberliefert; es findet sich unter den Konzertfragmenten der Neuen Mozart-Ausgabe (NMA), wo es ausdrĂŒcklich als solches verzeichnet und auf frĂŒhere Katalogbezeichnungen verwiesen wird, die es mit K. 491 in Verbindung bringen.[1] Das musikalische und dokumentarische VerhĂ€ltnis â ob es als alternatives Larghetto zu K. 491, als probeweiser Satzanfang oder als separates Konzertprojekt skizziert wurde, das spĂ€ter mit jenem Konzert verknĂŒpft wurde â bleibt Gegenstand wissenschaftlicher Schlussfolgerungen und ist nicht durch einen sicher belegten Auftrag oder eine UrauffĂŒhrung dokumentiert.[1]
Musikalischer Charakter
Ăberliefert ist kein vollstĂ€ndiger Satz, sondern ein incipitartiger Abschnitt: genug, um eine Welt des langsamen Satzes anzudeuten â Es-Dur als cantabile âEntlastungsâ-Tonart gegenĂŒber dem Ernst von c-Moll â, jedoch nicht genug, um eine vollstĂ€ndige Form (etwa dreiteilig, Variation oder einen Sonaten-Allegro-Langsatz) zu bestimmen.[1]
Selbst im fragmentarischen Zustand lĂ€dt die Wahl von Es-Dur zum Vergleich mit Mozarts Vorgehen in K. 491 ein: Dessen Mittelsatz setzt sich vom c-Moll-Drama der EcksĂ€tze ab, indem er sich einer gelasseneren Lyrik zuwendet (wenn auch in einer anderen Tonart im vollendeten Konzert).[3]) K. 537c könnte darauf hindeuten, dass Mozart genau diese Art tonalen und expressiven Kontrasts erprobte â eine klavierische Kantilene, getragen von zurĂŒckhaltenden orchestralen Antworten â, bevor er die Idee fallenlieĂ oder anderweitig verwendete.[1]
Stelle im Katalog
Im Klavierkonzert-Band der NMA erscheint K. 537c unter den spĂ€ten Anhangsfragmenten â nicht als RepertoirestĂŒck, sondern als erhaltenes Werkstattdokument aus Mozarts Wiener Konzertproduktion.[1] Im Zusammenhang mit K. 491 gelesen, macht es deutlich, dass Mozarts konzertante âEndfassungenâ von alternativen AnfĂ€ngen und erkundenden Skizzen zu langsamen SĂ€tzen begleitet sein konnten â EinfĂ€lle, die mitunter nur in wenigen ĂŒberlieferten Seiten fortleben.[1]
[1] Digital Mozart Edition (Mozarteum): NMA V/15/8 table of contents listing âBeginning of a slow movement in E flat ⊠K. 537c (Anh. 62; 491a)â
[2] Boston Symphony Orchestra program note: contextual dating of K. 488 and K. 491 in Mozartâs 1784â1786 concerto sequence (entry into thematic catalogue)
[3] Wikipedia: Piano Concerto No. 24 in C minor, K. 491 (overview and movement/key information for contextual comparison)




