K. 701

Melodische Notation in c-Moll (Fragment), K. 701

von Wolfgang Amadeus Mozart

Unfinished portrait of Mozart by Lange, 1782-83
Mozart, unfinished portrait by Joseph Lange, c. 1782–83

Mozarts Melodische Notation in c-Moll (K. 701) ist eine authentische, jedoch unvollendete, einseitige Skizze aus etwa 1785–1786, die allgemein mit Wien in Verbindung gebracht wird. Sie ist ausschließlich als melodische Notation ĂŒberliefert und gewĂ€hrt einen Einblick in Mozarts Arbeit als improvisierender Pianist und Komponist – festgehalten, bevor eine vollstĂ€ndige Textur oder ein formaler Gesamtplan ausgeschrieben wurde.

Was bekannt ist

Das Köchel-Verzeichnis fĂŒhrt K. 701 als authentisches, erhaltenes, aber unvollendetes Fragment: „melodische Notation in c-Moll“. Es wird auf Wien, 1785–1786 datiert; weder ein konkreter Anlass noch ein Zielwerk (Sonatensatz, Variationenzyklus, Konzertentwurf usw.) lĂ€sst sich jedoch allein aus dem erhaltenen Blatt bestimmen.[1]

As an Amazon Associate we earn from qualifying purchases.

Biografisch verortet dies die Skizze in Mozarts spĂ€tere Zwanziger – mitten in der außergewöhnlich geschĂ€ftigen Wiener Zeit, in der er als Pianist, Lehrer und Komponist tĂ€tig war. Genau unter solchen Bedingungen sind schnelle, praktisch orientierte NotationskĂŒrzel (eine Melodie ohne auskomponierte Begleitung) als Arbeitsnotiz plausibel, weniger als fertig ausgearbeitetes „StĂŒck“.[1]

Musikalischer Inhalt

Erhalten ist – wie die Katalogbeschreibung andeutet – im Wesentlichen eine Melodie in c-Moll ohne vollstĂ€ndig ausgearbeitete Klaviertextur. Die Notation weist auf eine frĂŒhe Entwicklungsstufe einer Tastenidee hin: eine Linie, die Kontur, Rhythmus und kadenzielle Ausrichtung festhĂ€lt, jedoch nicht ausreicht, um ein definitives Begleitmodell, Innenstimmen oder eine großformale Anlage festzulegen.[1]

[1] International Mozarteum Foundation, Köchel-Verzeichnis entry for KV 701: status (authentic/extant), dating (Vienna 1785–1786), key (C minor), and fragment/uncompleted designation.