Melodische Notation in c-Moll (Fragment), K. 702
de Wolfgang Amadeus Mozart

Mozarts Melodische Notation in c-Moll (K. 702) ist eine winzige erhaltene Skizze für Tasteninstrument, die ausschließlich als Autograph-Fragment überliefert ist und von der Internationalen Stiftung Mozarteum auf Wien, 1785–1786, datiert wird.[1] So klein der Umfang auch ist: Das Stück gehört in die außerordentlich produktive Mitte der 1780er Jahre, in der Mozart am Klavier eine dunklere, dramatischere c-Moll-Sprache ausprägte.
Was bekannt ist
Das als Melodische Notation in c-Moll (K. 702) katalogisierte Werk ist als erhaltenes Autograph überliefert und ausdrücklich als unvollendetes Werk eingestuft.[1] Der Katalog des Mozarteums bringt es mit einem Skizzenblatt mit der Bezeichnung „Skizzenblatt 1785c“ in Verbindung und datiert das Fragment auf Wien, 1785–1786 (ohne eine genauere Angabe von Tag oder Monat).[1] Ein sicherer Anlass, ein intendierter größerer Zusammenhang oder eine frühe Aufführungstradition sind im Katalogeintrag nicht dokumentiert.
Zu diesem Zeitpunkt in Mozarts Leben (im Alter von 29 Jahren) war Wien das Zentrum seiner Tätigkeit als Komponist und Pianist; die c-Moll-Tonalität des Fragments rückt es—zumindest dem Ausdruck nach—in die Nähe der großen Klavierwerke dieser Zeit.
Musikalischer Inhalt
Das Erhaltene lässt sich am ehesten als melodische Notiz und nicht als vollständiges Klavierstück verstehen: Der Katalog beschreibt es als „melodic notation“ und die Quelle als kurzes Autograph auf einem einzelnen Blatt (beidseitig beschrieben).[1] Mit anderen Worten: Es scheint eine incipit-artige Idee festzuhalten—genug, um einen musikalischen Gedanken zu fixieren, aber nicht genug, um eine ausgearbeitete Form, Textur oder eine abgeschlossene Kontinuität zu etablieren.
[1] International Mozarteum Foundation (Köchel Verzeichnis): KV 702 “Melodic notation in C minor” — status, dating (Vienna 1785–1786), and source description.