„Eigenhändiges Musikmanuskript“ (verschollen), K. 626b/55
de Wolfgang Amadeus Mozart

Im neunten Köchelverzeichnis als „Eigenhändiges Musikmanuskript“ (verschollen), K. 626b/55 geführt, handelt es sich um einen rein archivalischen Eintrag: ein Autograph, das einst gemeldet wurde, heute jedoch fehlt, ohne dass ein musikalischer Text erhalten wäre, anhand dessen sich Gattung, Besetzung, Tonart, Datierung oder auch eine gesicherte Autorschaft bestimmen ließen [1]. Praktisch gesehen ist es ein zweifelhaftes—oder möglicherweise sogar unechtes—Stück, das weder aufgeführt noch als Komposition beurteilt werden kann.
Was bekannt ist
K. 626b/55 wird lediglich als eigenhändiges Musikmanuskript beschrieben und in modernen Katalogzusammenfassungen ausdrücklich als verschollen gekennzeichnet [1]. Weder ein Incipit (Anfangstakte) noch Instrumentation, Tonart, Herkunftsort oder Datum werden in dem Eintrag überliefert, und in öffentlich zugänglichen Katalogen ist keine erhaltene Quelle dazu nachgewiesen. Damit bleibt auch die Zuschreibung an Wolfgang Amadeus Mozart (1756–1791) nicht überprüfbar: Ohne das Dokument selbst (oder eine Abschrift, Beschreibung oder ein musikalisches Exzerpt) lässt sich ein verlorener Mozart-Entwurf nicht von einem fälschlich zugeschriebenen Autograph, einer späteren Fälschung oder einem Katalogisierungs-Nachhall einer heute nicht mehr nachverfolgbaren Meldung unterscheiden.
Musikalischer Inhalt
Es ist kein musikalischer Inhalt überliefert, und es ist nichts Verlässliches darüber bekannt, was auf dem verlorenen Blatt oder den verlorenen Blättern stand. Folglich kann K. 626b/55 weder analysiert noch ediert oder aufgeführt werden, und auch eine sinnvolle Einordnung in Mozarts stilistische Entwicklung ist auf musikalischer Grundlage nicht möglich [1].
[1] Wikipedia — Köchel catalogue table entry listing “626b/55” as “Autograph musical manuscript” (lost).