K. 626b/53

Viola-Stimme zu einem Kontratanz (verschollen), K. 626b/53

de Wolfgang Amadeus Mozart

Posthumous portrait of Mozart by Barbara Krafft, 1819
Mozart, posthumous portrait by Barbara Krafft, 1819

Mozarts Viola-Stimme zu einem Kontratanz (K. 626b/53) ist ein verschollenes, nur dürftig belegtes Stück, das lediglich durch einen kurzen Katalogvermerk bekannt ist; überliefertes Notenmaterial, das eine Beurteilung erlaubte, existiert nicht. Weder Datum, Entstehungsort noch Tonart lassen sich aus dem erhaltenen Befund bestimmen, und die Zuschreibung ist am ehesten als zweifelhaft zu behandeln.

Was bekannt ist

K. 626b/53 ist im Köchel-Nachtrag als „Viola-Stimme zu einem Kontratanz“ verzeichnet und ausdrücklich als verschollen gekennzeichnet – das heißt, derzeit ist kein notierter musikalischer Text bekannt, der in für die Forschung zugänglichen Bibliotheken oder Archiven erhalten wäre [1]. Infolgedessen bleiben Tonart, Besetzung über die Viola hinaus, Datierung und Entstehungsort unbekannt, und das Stück lässt sich weder in Mozarts Biografie noch in seine stilistische Entwicklung zuverlässig einordnen.

Angesichts der dünnen Quellenlage und der Tatsache, dass kurze Tanzstücke häufig anonym oder erst später unter fremden Namen in Umlauf waren, wird dieser Eintrag oft eher als Werk zweifelhafter Echtheit betrachtet denn als sicher Mozart zuzuschreibende Komposition (eine Vorsicht, die in der Sekundärliteratur generell auf viele „unechte oder zweifelhafte“ Zuschreibungen zutrifft) [2].

Musikalischer Inhalt

Ein musikalischer Inhalt lässt sich nicht beschreiben: die Viola-Stimme selbst ist nicht erhalten, und in den leicht zugänglichen Referenzverzeichnissen werden weder ein Incipit noch eine Handschriftenbeschreibung oder konkordante Quellen angegeben [1].

[1] Wikipedia: Köchel catalogue — entry list including K. 626b/53 (“Viola part for a contradance” marked lost).

[2] Wikipedia: Mozart symphonies of spurious or doubtful authenticity — overview of doubtful/spurious attributions in Mozart reception history (context for cautious attribution).