Trio (vermutlich für 2 Violinen und Violoncello) in c-Moll (Fragment), K. 686
de Wolfgang Amadeus Mozart

Mozarts Triosatz in c-Moll (K. 686) ist ein kurzes, unvollendetes kammermusikalisches Fragment aus dem Jahr 1783, vermutlich als Skizze für zwei Violinen und Violoncello. Das Erhaltene—ein autographes Blatt—gewährt nur einen reizvoll-unvollständigen Einblick in einen düstereren, stärker kontrapunktisch geprägten Mozart im Alter von 27 Jahren.
Was bekannt ist
Die Internationale Stiftung Mozarteum führt K. 686 als authentischen, jedoch unvollendeten Triosatz in c-Moll, „wahrscheinlich für 2 Violinen und Violoncello“, überliefert in einer erhaltenen autographen Quelle, datiert auf Wien, 1783.[1] Der überlieferte Notentext ist sehr kurz: In der Quellenbeschreibung wird ein einzelnes Blatt (eine beschriebene Seite) genannt, daneben mindestens eine Abschrift (Abschrift).[1]
Eine detaillierte Beschreibung des autographen Blatts (in einem Auktionskatalog von 2024) besagt, dass Mozart 29 Takte eines Triosatzes in c-Moll skizzierte, notiert im Alla-breve- bzw. Viervierteltakt (C); die letzten sechs Takte sind auf zwei Systeme reduziert, was eher einer skizzenhaften Kurzschrift als einer vollständig ausgearbeiteten Trio-Partitur entspricht.[2]
Musikalischer Gehalt
Was sich mit einiger Sicherheit sagen lässt, betrifft vor allem Umfang und Satzbild: Das Fragment umfasst 29 Takte und scheint für drei tatsächlich selbständige Stimmen konzipiert (daher die wahrscheinliche Besetzung als Streichtrio), auch wenn Mozarts Notation gegen Schluss zu einer gedrängten Anlage übergeht.[2] Selbst in diesem knappen Zustand rückt die Wahl von c-Moll—der Tonart mehrerer der intensivsten Werke Mozarts—die Skizze in die expressive Welt, die er im Wien der frühen 1780er Jahre erkundete.[1]
[1] International Mozarteum Foundation (Köchel-Verzeichnis Online), work entry for KV 686: title, status (uncompleted), key, dating (Vienna, 1783), instrumentation probability, and transmission/source summary.
[2] Ader Paris auction catalogue (Lot 137, Feb. 28, 2024): descriptive details of the autograph leaf including extent (29 bars), meter (common time), and notation layout (last bars on two staves).