Arie in B-Dur für Bass (Fragment), K. 685
de Wolfgang Amadeus Mozart

Mozarts Arie in B-Dur für Bass (Fragment), K. 685, ist nur als kurzer melodischer Entwurf aus dem Jahr 1783 erhalten und keine vollständige, aufführbare Arie. Überliefert auf einem Wiener Skizzenblatt, bietet sie einen kleinen, aber eindrücklichen Einblick in Mozarts (27-jähriges) vokales Denken zu Beginn seines unabhängigen Wiener Jahrzehnts.[1]
Was bekannt ist
Von K. 685 ist lediglich ein kurzes Fragment einer Arienmelodie für Bassstimme in B-Dur erhalten.[1] Der Katalog der Internationalen Stiftung Mozarteum beschreibt es ausdrücklich als ein unvollendetes Werk, das in Mozarts Autograph überliefert ist, und verknüpft es mit einem bestimmten Wiener Skizzenblatt von 1783 (Skizzenblatt 1783e).[1] Dieselbe Quelle datiert es auf Wien, 1783, auch wenn sich weder Anlass noch Text, Sänger oder ein Zielwerk mit Sicherheit bestimmen lassen.[1]
In diesem Jahr war Mozart erst seit Kurzem in Wien etabliert: Die Stadt blieb sein Lebensmittelpunkt, und Skizzenblätter aus dem Jahr 1783 dokumentieren eine intensive Phase, in der er sich beweglich zwischen Theater, Konzertkomposition und kontrapunktischen Studien bewegte.[2]
Musikalischer Inhalt
Das Erhaltene lässt sich am besten als Melodieskizze verstehen – als einzelne Vokallinie, nicht als ausgearbeitete, unterlegte Arie mit Begleitung.[2] Selbst in diesem reduzierten Zustand deutet die Wahl von B-Dur (eine Tonart, die Mozart häufig mit Wärme und Weite behandelt) eher auf ein geplantes Bass-Cantabile als auf rein komisches Patter hin; doch ist das Fragment zu kurz, um Affekt, Form oder dramatische Situation zu bestätigen.
[1] Köchel-Verzeichnis (International Mozarteum Foundation), work entry for KV 685: status, dating (Vienna 1783), key, and source notes (autograph; uncompleted).
[2] Digital Mozart Edition (DME), Neue Mozart-Ausgabe X/30/3 table of contents: lists Skb 1783e (1) as a “Melody sketch of an Aria for bass in B flat,” documenting the sketch-sheet context for K. 685.