Sinfonie Nr. 43 in F-Dur (zweifelhaft), K. 76
by Wolfgang Amadeus Mozart

Sinfonie in F-Dur (K. 76) ist ein viersätziges Orchesterwerk, das traditionell zu Mozarts Jugendsinfonien gezählt und gelegentlich als „Nr. 43“ bezeichnet wird, dessen Autorschaft jedoch zweifelhaft bleibt. Ein Autograph ist nicht erhalten, und das, was über das Werk bekannt ist, beruht auf einer fragilen und unvollständigen Überlieferungsgeschichte.[1][2]
Was bekannt ist
Das Köchel Verzeichnis des Mozarteums führt K. 76 als Werk zweifelhafter Echtheit auf, in Überlieferung erhalten, in F-Dur, und besetzt mit Oboen, Fagotten, Hörnern und Streichern.[1] Obwohl das Stück häufig mit Mozarts Wiener Zeit als Elfjährigem (1767) in Verbindung gebracht wird, ist die Datierung nicht zuverlässig dokumentiert; moderne Nachschlagewerke betonen stattdessen, dass das Autograph verloren ist und dass die Quellenlage der Sinfonie historisch ungewöhnlich prekär ist.[2]
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In älteren Nummerierungssystemen wird K. 76 mitunter „Sinfonie Nr. 43“ genannt, doch diese Bezeichnung ist editorisch und nicht von Mozart selbst.[2] Zudem wird das Werk in modernen Übersichten regelmäßig unter Mozarts Sinfonien unechter oder zweifelhafter Echtheit geführt, was unterstreicht, dass die Zuschreibung umstritten bleibt.[3]
Musikalischer Inhalt
In der überlieferten Gestalt folgt K. 76 dem vertrauten viersätzigen klassisch-sinfonischen Plan:[2]
- I. Allegro maestoso (F-Dur)
- II. Andante (B-Dur; Oboen tacet)
- III. Menuetto – Trio (Trio in d-Moll)
- IV. Allegro
Die Besetzung ist für 2 Oboen, 2 Hörner (in F), 2 Fagotte und Streicher vorgesehen, verbunden mit der im 18. Jahrhundert üblichen Erwartung, dass ein Tasteninstrument die Basslinie als basso continuo verstärken konnte, sofern verfügbar.[1][2] Stilistisch gehört das Werk in die Welt von Mozarts frühesten sinfonischen Versuchen—kompakte, ouvertureartige Ecksätze rahmen einen leichter gesetzten langsamen Satz und ein höfisches Menuett—doch die Mischung aus jugendlichen Manierismen und später anmutenden Zügen ist ein Grund, warum Forschende in Frage gestellt haben, ob die Musik vollständig von Mozart stammt oder die Handschrift einer anderen Person erkennen lässt.[4]
[1] Köchel Verzeichnis (Mozarteum): work entry for KV 76 (status, key, instrumentation)
[2] Wikipedia: Symphony, K. 76 (movement list, scoring notes, transmission summary, editorial numbering context)
[3] Wikipedia: Mozart symphonies of spurious or doubtful authenticity (context listing K. 76 among doubtful works)
[4] Music & Letters (Oxford Academic): article abstract on authenticity problems in early symphonies, including K. 76 (42a)




