K. 76

Sinfonie Nr. 43 in F-Dur (zweifelhaft), K. 76

von Wolfgang Amadeus Mozart

Portrait of Mozart aged 13 in Verona, 1770
Mozart aged 13 at the keyboard in Verona, 1770

Sinfonie in F-Dur (K. 76) ist ein viersĂ€tziges Orchesterwerk, das traditionell zu Mozarts Jugendsinfonien gezĂ€hlt und gelegentlich als „Nr. 43“ bezeichnet wird, dessen Autorschaft jedoch zweifelhaft bleibt. Ein Autograph ist nicht erhalten, und das, was ĂŒber das Werk bekannt ist, beruht auf einer fragilen und unvollstĂ€ndigen Überlieferungsgeschichte.[1][2]

Was bekannt ist

Das Köchel Verzeichnis des Mozarteums fĂŒhrt K. 76 als Werk zweifelhafter Echtheit auf, in Überlieferung erhalten, in F-Dur, und besetzt mit Oboen, Fagotten, Hörnern und Streichern.[1] Obwohl das StĂŒck hĂ€ufig mit Mozarts Wiener Zeit als ElfjĂ€hrigem (1767) in Verbindung gebracht wird, ist die Datierung nicht zuverlĂ€ssig dokumentiert; moderne Nachschlagewerke betonen stattdessen, dass das Autograph verloren ist und dass die Quellenlage der Sinfonie historisch ungewöhnlich prekĂ€r ist.[2]

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In Ă€lteren Nummerierungssystemen wird K. 76 mitunter „Sinfonie Nr. 43“ genannt, doch diese Bezeichnung ist editorisch und nicht von Mozart selbst.[2] Zudem wird das Werk in modernen Übersichten regelmĂ€ĂŸig unter Mozarts Sinfonien unechter oder zweifelhafter Echtheit gefĂŒhrt, was unterstreicht, dass die Zuschreibung umstritten bleibt.[3]

Musikalischer Inhalt

In der ĂŒberlieferten Gestalt folgt K. 76 dem vertrauten viersĂ€tzigen klassisch-sinfonischen Plan:[2]

  • I. Allegro maestoso (F-Dur)
  • II. Andante (B-Dur; Oboen tacet)
  • III. Menuetto – Trio (Trio in d-Moll)
  • IV. Allegro

Die Besetzung ist fĂŒr 2 Oboen, 2 Hörner (in F), 2 Fagotte und Streicher vorgesehen, verbunden mit der im 18. Jahrhundert ĂŒblichen Erwartung, dass ein Tasteninstrument die Basslinie als basso continuo verstĂ€rken konnte, sofern verfĂŒgbar.[1][2] Stilistisch gehört das Werk in die Welt von Mozarts frĂŒhesten sinfonischen Versuchen—kompakte, ouvertureartige EcksĂ€tze rahmen einen leichter gesetzten langsamen Satz und ein höfisches Menuett—doch die Mischung aus jugendlichen Manierismen und spĂ€ter anmutenden ZĂŒgen ist ein Grund, warum Forschende in Frage gestellt haben, ob die Musik vollstĂ€ndig von Mozart stammt oder die Handschrift einer anderen Person erkennen lĂ€sst.[4]

[1] Köchel Verzeichnis (Mozarteum): work entry for KV 76 (status, key, instrumentation)

[2] Wikipedia: Symphony, K. 76 (movement list, scoring notes, transmission summary, editorial numbering context)

[3] Wikipedia: Mozart symphonies of spurious or doubtful authenticity (context listing K. 76 among doubtful works)

[4] Music & Letters (Oxford Academic): article abstract on authenticity problems in early symphonies, including K. 76 (42a)