K. 75

Sinfonie Nr. 42 in F-Dur (zweifelhaft), K. 75

von Wolfgang Amadeus Mozart

Portrait of Mozart aged 13 in Verona, 1770
Mozart aged 13 at the keyboard in Verona, 1770

Die Sinfonie in F-Dur (K. 75), bisweilen als „Sinfonie Nr. 42“ bezeichnet, ist ein viersĂ€tziges Werk, das traditionell zu Mozarts Salzburger Schaffen des Jahres 1771 gerechnet wird, als er fĂŒnfzehn Jahre alt war. Ihre Zuschreibung gilt seit langem als unsicher; dennoch ist das StĂŒck in auffĂŒhrbaren Quellen ĂŒberliefert und als „zweifelhafte“ frĂŒhe Sinfonie im Umlauf geblieben.

Hintergrund und Kontext

Im Sommer 1771 war Wolfgang Amadeus Mozart (1756–1791) zwischen seinen Italienreisen wieder in Salzburg und schrieb zĂŒgig und pragmatisch fĂŒr die musikalischen Anforderungen des fĂŒrsterzbischöflichen Hofs und der damit verbundenen Konzerte. K. 75 wird allgemein in diese Salzburger Phase datiert und hĂ€ufig zusammen mit den kompakten frĂŒhen Sinfonien behandelt, die dokumentieren, wie Mozart den italienisch geprĂ€gten OuvertĂŒrenstil rasch in einen stĂ€rker „viersĂ€tzigen“ mitteleuropĂ€ischen Plan ĂŒberfĂŒhrt.[1]

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Gleichzeitig weisen moderne Nachschlagewerke K. 75 oft als Werk zweifelhafter Echtheit aus: Seine Überlieferung ist nicht völlig eindeutig, und die Forschung ist zurĂŒckhaltend, es im selben Sinn als gesichert von Mozart zu betrachten wie die am besten belegten frĂŒhen Sinfonien.[2]

Musikalischer Charakter

Die Sinfonie umfasst vier SĂ€tze—Allegro, Menuetto – Trio, Andantino, Allegro—und ist fĂŒr ein bescheiden besetztes Salzburger Orchester gedacht: HolzblĂ€ser (2 Oboen) mit Blech (2 Hörner in F, im ersten und letzten Satz eingesetzt) sowie Streicher.[3][1]

Am auffĂ€lligsten „auf dem Papier“ ist die Reihenfolge der MittelsĂ€tze: Das Menuetto – Trio steht an zweiter Stelle und nicht, wie ĂŒblich, an dritter.[2] Damit erscheint die Tanzrhetorik frĂŒh, sodass das spĂ€tere Andantino weniger als konventioneller „langsamer Mittelsatz“ wirkt, sondern eher als kurze lyrische ZĂ€sur, bevor das abschließende Allegro das Werk mit erneuertem VorwĂ€rtsdrang beschließt.

Stellung im Katalog

UnabhĂ€ngig davon, ob die Sinfonie letztlich als vollstĂ€ndig authentisch anerkannt wird, fĂŒgt sich K. 75 musikalisch in Mozarts Salzburger Lehrjahre um 1770–71 ein: knappe Gesten, klare formale Konturen und eine praktische Orchesterpalette, zugeschnitten auf die verfĂŒgbaren Spieler.[1][3] In diesem Licht lĂ€sst sich das StĂŒck als kleines, aber aufschlussreiches Dokument aus der sinfonischen Werkstatt des jungen Komponisten hören—bei weiterhin sorgfĂ€ltig in Klammern gesetzter Zuschreibung als „zweifelhaft“.[2]

[1] Wikipedia — "Symphony, K. 75" (overview, Salzburg dating, numbering as "No. 42" in some schemes; links to NMA materials)

[2] Wikipedia — "Mozart symphonies of spurious or doubtful authenticity" (contextualizes K. 75 as doubtful; notes atypical Minuet placement and issues of provenance)

[3] IMSLP — "Symphony No. 42 in F major, K. 75" (movement list and basic instrumentation; access to public-domain scores)