K. 713

Rezitativ „No, caro, fa coraggio e in me ti fida“ (K. 713, zweifelhaft)

ヴォルフガング・アマデウス・モーツァルト作

Silverpoint drawing of Mozart by Dora Stock, 1789
Mozart, silverpoint by Dora Stock, 1789 — last authenticated portrait

Das begleitete Rezitativ „No, caro, fa coraggio e in me ti fida“ (K. 713) ist ein kurzes, in der Zuschreibung fragliches Vokalstück für Sopran und Orchester, im Köchel-Verzeichnis auf Juli–August 1790 datiert. Seine unsichere Provenienz und die lückenhafte Quellenüberlieferung haben zu widersprüchlichen Verzeichniseinträgen geführt – bis hin zu gelegentlichen Fehlkatalogisierungen unter Klavierminiaturen.

Was bekannt ist

Das Köchel-Verzeichnis führt K. 713 als ein begleitetes Rezitativ (recitativo accompagnato) für Sopran und Orchester, „No, caro, fa coraggio e in me ti fida“, datiert auf Juli–August 1790 (Ort unbekannt) und als in der Zuschreibung zweifelhaft gekennzeichnet.[1] Moderne Aufführungsmaterialien und Kommentare haben den Text mit einem Wiener Theaterkontext im Jahr 1790 in Verbindung gebracht und ihn als Beitrag zu einem pasticcio beschrieben, das mit Pietro Alessandro Guglielmis Oper La quakera spiritosa assoziiert ist.[2]

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Wenn die Datierung im Großen und Ganzen zutrifft, würde das Rezitativ in Mozarts letzte Wiener Jahre (im Alter von 34 Jahren) fallen, eine Zeit, in der auch seine reife Opernschreibweise für die Bühne entstand – ein Idiom, in dem das begleitete Rezitativ als gesteigerter dramatischer Dreh- und Angelpunkt zwischen arienartigen Nummern dient.

Musikalischer Inhalt

Veröffentlichte Anmerkungen, die das Werk beschreiben, charakterisieren es als ein begleitetes Rezitativ (d. h. mit orchestralen Akzenten statt nur Continuo), was eine sprechnahe Deklamation nahelegt, die von antwortenden orchestralen Gesten gestützt wird.[2] Über dieses allgemeine Profil hinaus sind zuverlässige, leicht überprüfbare Angaben zur überlieferten Notation (Umfang, konkrete Besetzung oder Tonartenplan) in zugänglichen Katalogzusammenfassungen nicht gesichert dokumentiert; entsprechend versteht man das Rezitativ am besten als ein kleinformatiges dramatisches Fragment, dessen hauptsächliches Interesse eher in seiner möglichen Theaterfunktion liegt als in einem fest etablierten Platz innerhalb von Mozarts authentifiziertem Œuvre.

[1] Wikipedia summary table of the Köchel catalogue entry for K. 713 (lists title, genre, doubtful status, and July–August 1790 dating).

[2] Cedille Records album page “Divas of Mozart’s Day” (program note context describing “No caro, fa coraggio” as an accompanied recitative connected with Guglielmi’s La quakera spiritosa, 1790).