Notturno fĂŒr zwei Soprane und Bass âSe lontan ben mio, tu seiâ (K. Anh.A 47.02)
von Wolfgang Amadeus Mozart

Das Notturno âSe lontan ben mio, tu seiâ (K. Anh.A 47.02) ist ein kurzes vokales Fragment in Es-Dur aus der Zeit um 1783, das mit unsicherer (und hĂ€ufig bezweifelter) Zuschreibung an Wolfgang Amadeus Mozart (1756â1791) ĂŒberliefert ist. FĂŒr zwei Soprane und Bass mit BlĂ€sern gesetzt, gehört es zur intimen Wiener Hausmusik, wie sie in Mozarts Umfeld in seinen spĂ€ten Zwanzigern gepflegt wurde.
Hintergrund und Kontext
Um 1783âMozart war 27 Jahre alt und hatte sich in Wien gerade als freischaffender Komponist und Pianist etabliertâzirkulierten kleinformatige vokale Ensembles (notturni) zur AuffĂŒhrung in PrivathĂ€usern. âSe lontan ben mio, tu seiâ ist als kurzes Fragment erhalten und wird als K. Anh.A 47.02 (auch als K. 438 anzutreffen) katalogisiert; in modernen Nachschlagewerken gilt die Zuschreibung an den Komponisten als zweifelhaft.[1]
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Der Text ist italienisch und beginnt mit dem Incipit âSe lontan ben mio, tu seiâ. Einige SekundĂ€rkataloge bringen das Gedicht mit Pietro Metastasio in Verbindung, wĂ€hrend andere Zuschreibungen (auch solche aus Ă€lteren oder abgeleiteten Verzeichnissen) das StĂŒck dem Jacquin-Kreis zuordnen; in jedem Fall nennt die erhaltene musikalische Quelle weder einen verlĂ€sslich dokumentierten Anlass noch eine ErstauffĂŒhrung oder Widmung.[1]
Musikalischer Charakter
Mit Sicherheit lĂ€sst sich vor allem das sagen, was âauf dem Papierâ steht. Das Fragment steht in Es-Dur und ist fĂŒr drei Stimmen (zwei Soprane und Bass) mit BlĂ€serbegleitung geschriebenâin der modernen Katalogisierung der Partitur aufgefĂŒhrt als zwei B-Klarinetten und Bassetthornâein weicher, gut verschmelzender Klang, der sich fĂŒr abendliche Hausmusik eignet.[1]
Innerhalb seines winzigen Umfangs deutet die Satzweise auf eine terzetto-Manier: Die Oberstimmen bewegen sich meist eng koordiniert, wĂ€hrend der Bass die Harmonik trĂ€gt; so entsteht eine dialogische, anmutig ausbalancierte Vokalfaktur, wie man sie aus Mozarts gesicherten Ensembles kenntâdoch der fragmentarische Zustand und die unsichere Autorschaft legen ZurĂŒckhaltung bei stilistischen Schlussfolgerungen nahe.[1]
[1] IMSLP work page with catalog numbers (K.438 / K. Anh.A 47/02), key (Eâ major), scoring (2 sopranos, bass, 2 clarinets, basset horn), date (1783), and fragment status.




