K. Anh.H 24,11

Musikalisches Würfelspiel in C-Dur (K. Anh.H 24,11)

ヴォルフガング・アマデウス・モーツァルト作

Unfinished portrait of Mozart by Lange, 1782-83
Mozart, unfinished portrait by Joseph Lange, c. 1782–83

Mozarts Musikalisches Würfelspiel in C-Dur (K. Anh.H 24,11) ist eine Sammlung kurzer Tastenfragmente, die dazu gedacht sind, nach dem Zufallsprinzip zu einem vollständigen Tanz zusammengesetzt zu werden—eine Salonunterhaltung des 18. Jahrhunderts und eher kein einzelnes „fertiges“ Klavierstück. Oft wird das Werk auf Wien 1787 datiert, doch die Verbindung zu Wolfgang Amadeus Mozart (1756–1791) bleibt zweifelhaft.

Hintergrund und Kontext

1787 lebte Mozart in Wien, wurde 31 Jahre alt und arbeitete unter Hochdruck an Opern, Kammermusik und Klavierwerken. Das Musikalische Würfelspiel, das mit diesem Jahr in Verbindung gebracht wird, gehört zu einer breiteren Mode der „Komposition nach dem Zufall“, bei der ein Spieler vorgefertigte Takte nach einer einfachen Auswahlregel (oft mithilfe von Würfeln) kombiniert, um einen vollständigen Tanz zu erzeugen. Die bekannteste Veröffentlichungstradition schreibt ein solches Spiel Mozart zu, doch diese Zuschreibung ist nicht verlässlich gesichert, und moderne Kataloge führen es als Anhangsmaterial.[2]

As an Amazon Associate we earn from qualifying purchases.

Musikalischer Charakter

Auf dem Papier ist das „Stück“ weniger eine durchlaufende Partitur als vielmehr ein Baukasten aus modularen, eintaktigen Schnipseln in C-Dur, die zu einem sauberen, periodischen Tanz (typischerweise einer walzerartigen Melodie) mit vorhersehbaren Kadenzen und geradliniger Phrasenrhythmik zusammengesetzt werden sollen.[2] Die Fragmente bevorzugen eine klare Tonika–Dominante-Harmonik, unkomplizierte Melodien in der rechten Hand über einer einfachen Begleitung sowie einen bewusst einheitlichen Stil, sodass nahezu jeder ausgewählte Takt plausibel in den nächsten überleiten kann.

Selbst in dieser reduzierten Idiomatik kann das Ergebnis am Klavier angenehm idiomatisch klingen: knapp, symmetrisch und auf unmittelbare Spielbarkeit ausgerichtet, statt auf motivische Entwicklung. Eine erhaltene Handschriftenquelle im Zusammenhang mit der Würfelspiel-Tradition umfasst einen großen Vorrat kurzer Fragmente, bietet jedoch (entscheidend) keine ausdrücklichen Anweisungen, was jede verlässliche Rekonstruktion erschwert, wie Mozart—falls er überhaupt beteiligt war—die Nutzung gedacht haben könnte.[2]

[1] Mozart Portal composition entry for K. Anh.H 24,11 (catalog data, key/date/place as commonly given)

[2] Wikipedia: Musikalisches Würfelspiel (overview of the dice-game system, publication tradition, doubtful attribution to Mozart, and description of fragment-based construction)

[3] IMSLP: Musikalisches Würfelspiel, K.516f / K. Anh. 294d (general information: key C major; composition year often given as 1787; score availability)