„Einsam bin ich, meine Liebe“ in d-Moll (Fragment, zweifelhaft), K. 475a
by Wolfgang Amadeus Mozart

„Einsam bin ich, meine Liebe“ (K. 475a) ist ein fragmentarisches deutsches Lied in d-Moll, traditionell auf 1785 in Wien datiert und ohne gesicherten Beleg für Mozarts Autorschaft überliefert [1]. Was erhalten ist, wirkt geringfügig – doch die dunkle Tonart und die intime Besetzung verweisen auf jene ausdrucksorientierte, vom Text her gedachte Welt, die Mozart in seinen Wiener Liedern pflegte.
Hintergrund und Kontext
1785 – Mozarts 29. Lebensjahr – war Wien der Mittelpunkt seines öffentlichen Wirkens als Pianist und Komponist, auch wenn er weiterhin kleinformatige Vokalstücke für den privaten Gebrauch schrieb. „Einsam bin ich, meine Liebe“ ist lediglich als unvollendetes Fragment für Singstimme und Tasteninstrument erhalten; der Autor des Textes ist unbekannt [1]. Das Köchelverzeichnis der Internationalen Stiftung Mozarteum führt das Werk ausdrücklich als zweifelhafter Authentizität, weshalb es sich eher als Randdokument des Mozart-Repertoires denn als sicher zuschreibbares Lied versteht [1].
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Musikalischer Charakter
Das Fragment ist als Lied für Singstimme und Klavier (Tasteninstrument) in d-Moll notiert und nimmt in der überlieferten Partitur nur zwei Seiten ein [1]. Auch ohne abgeschlossene Form deutet die Wahl von d-Moll – einer Tonart, die Mozart häufig Momenten gesteigerter Ernsthaftigkeit vorbehalt – auf ein Lied, das auf konzentrierte emotionale Unmittelbarkeit zielt, nicht auf strophische Leichtigkeit. In diesem Sinn fügen sich die erhaltene(n) Seite(n) in den suchenderen Ausdruckston, der in Mozarts Wiener Liedern der mittleren bis späten 1780er Jahre hervortritt, wo der Klavierpart mehr ist als bloße Begleitung.
[1] International Mozarteum Foundation, Köchel Verzeichnis entry for KV 475a (status, scoring, key, fragmentary state, text author unknown).




