K. 399

Suite in C für Klavier (Ouverture, Allemande, Courante & unvollständige Sarabande), K. 399

av Wolfgang Amadeus Mozart

Mozart from family portrait, c. 1780-81
Mozart from the family portrait, c. 1780–81 (attr. della Croce)

Mozarts Suite in C-Dur (K. 399) ist eine kleine, unvollendete Klaviersuite aus Wien von 1782. Sie ist in drei Sätzen vollständig überliefert—einer Ouverture, Allemande und Courante—während von einer Sarabande nur ein kurzer Anfang erhalten ist. Entstanden im Alter von 26 Jahren, steht das Werk zeitlich nahe an jener Phase, in der Mozart im Kreis um Baron Gottfried van Swieten intensiv Händel und J. S. Bach studierte.

Hintergrund und Kontext

Anfang 1782 hatte sich Wolfgang Amadeus Mozart (1756–1791) gerade in Wien etabliert und erweiterte rasch seinen Horizont in Tastenmusik und Kontrapunkt. In einem oft zitierten Brief an seinen Vater vom 10. April 1782 schildert er, dass er jeden Sonntag Baron Gottfried van Swieten besuche, wo „nichts gespielt wird als Händel und Bach“—und bemerkt, dass er damals deren Fugen sammelte.[2] Die Suite in C-Dur, K. 399 gehört in diesen Wiener Zusammenhang und ist als bescheidene, fragmentarische Suite überliefert: Drei Sätze sind vollständig, während die geplante Sarabande bereits nach wenigen Takten abbricht.[1][3]

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Musikalischer Charakter

Auf dem Papier zeigt K. 399 eine ausgesprochen „barock anmutende“ Abfolge von Tänzen, gerahmt von einer eröffnenden Ouverture. Die erhaltenen Sätze sind:

  • Ouverture (Grave – Allegro)
  • Allemande (Andante)
  • Courante (Allegretto)[1]

Die eröffnende Ouverture übernimmt die Rhetorik der französischen Ouvertüre—gewichtiges Grave weicht einem schnelleren, bewegteren Fortgang—doch ihre harmonischen Wendungen sind unverkennbar Mozarts eigene.[3] Allemande und Courante behalten den Ursprung der Suite als Tanzform im Blick, geben Mozart zugleich Raum für kontrapunktische Satztechnik und chromatische Färbungen. Das deutet auf einen Komponisten hin, der „gelehrte“ Verfahren innerhalb eines kompakten, privaten Klaviergenres erprobt, statt auf eine öffentliche Virtuosen-Aussage zu zielen.[3] Die Sarabande ist nur als Fragment erhalten—genug, um die beabsichtigte Fortsetzung der traditionellen Tanzfolge der Suite anzudeuten, aber nicht genug, um ihren vollständigen musikalischen Plan zu bestimmen.[3]

[1] IMSLP work page with basic catalogue data and movement list for Suite in C major, K. 399/385i

[2] Wikipedia: Gottfried van Swieten (includes quotation and date of Mozart’s 10 April 1782 letter describing Handel/Bach Sundays)

[3] International Stiftung Mozarteum / Mozartwoche 2016 Almanach PDF (program-note text describing K. 399’s incompleteness and stylistic context)