Komisches Duett für Sopran und Bass „Nun, liebes Weibchen“ (K. Anh.A 64)
沃尔夫冈·阿马德乌斯·莫扎特

„Nun, liebes Weibchen“ (K. Anh.A 64) ist ein kurzes deutsches komisches Duett in F-Dur, das mit Wien im Jahr 1790 in Verbindung gebracht wird, als Wolfgang Amadeus Mozart (1756–1791) 34 Jahre alt war. Obwohl die Zuschreibung des Werks in einigen Katalogtraditionen unsicher ist, ist es in Quellen überliefert, die es als Duett für Sopran und Bass mit Orchester verbreiten; sein theatralischer Witz passt zudem sehr eng zu Mozarts spätem Wiener Bühnenstil.
Hintergrund und Kontext
1790 war Mozart in Wiens Theaterwelt weiterhin aktiv: Er schrieb für die Bühne, während er zugleich eine zunehmend prekäre finanzielle und berufliche Lage zu bewältigen hatte. Nun, liebes Weibchen erscheint in späteren Katalog- und Editionsüberlieferungen unter mehreren Köchel-Bezeichnungen (darunter K. 625 und K. 592a) und wird häufig mit dem populären Singspiel-Umfeld um Emanuel Schikaneder am Theater auf der Wieden in Verbindung gebracht (die Erstaufführung von Der Stein der Weisen wird in einem frühen editorischen Bericht auf den 11. September 1790 datiert). In demselben Bericht wird das Duett als Nummer aus dieser Oper vorgestellt und entsprechend datiert, auch wenn der Herausgeber vermerkt, dass ihm die autographe Partitur damals nicht zur Verfügung stand.[2]
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Musikalischer Charakter
Auf dem Papier handelt es sich um ein einsätziges Duett in F-Dur für Sopran und Bass mit Orchester – Holzbläser (Flöte, 2 Oboen, 2 Fagotte), Blechbläser (2 Hörner in F) und Streicher – zu einem deutschen Text, dessen Anfang mit „Nun liebes Weibchen, ziehst mit mir“ angegeben wird.[1] Die Besetzung spricht eher für eine echte Bühnennummer als für Klaviermusik: Die Singstimmen werden von einer leichten, dialogischen Orchesterführung getragen, und der rasche Wechsel zwischen den beiden Stimmen gehört stärker zum komischen Bühnendialog als zum häuslichen Lied. Selbst in einem so kleinen Stück ist die Basspartie als Charakterstimme behandelt – fest, rhythmisch pointiert –, während der Sopran mit hellerer, beweglicherer Phrasierung antwortet; so entsteht ein fein austariertes komisches duo statt einer effektvollen Arie.[1]
[1] IMSLP work page: scoring, key, text incipit, and catalog cross-references for “Nun, liebes Weibchen” (K. 625 / K. 592a / K9 Anh.A 64).
[2] Breitkopf & Härtel, Mozart’s Werke (Series VI) editorial report (Revisionsbericht): notes on sources and dating in relation to *Der Stein der Weisen* and the Theater auf der Wieden (11 Sept 1790).




