K. Anh.A 66

Allegro in D-Dur, K. 626b/16 (K. Anh.A 66)

de Wolfgang Amadeus Mozart

Miniature portrait of Mozart, 1773
Mozart aged 17, miniature c. 1773 (attr. Knoller)

Mozarts Allegro in D-Dur (K. 626b/16; K. Anh.A 66) ist ein kurzes TastenstĂŒck, dessen Zuschreibung und Datierung unsicher bleiben, auch wenn es hĂ€ufig um 1773 in Wien verortet wird. In rund siebzig Takten bietet es ein kompaktes, tĂ€nzerisch angehauchtes Allegro, das Mozarts galantem Idiom nahekommt – doch die ungewöhnlich „streicherhafte“ Schreibweise fĂŒr Tasteninstrument hat eine Debatte darĂŒber ausgelöst, was der ĂŒberlieferte Text eigentlich reprĂ€sentiert.[1]

Hintergrund und Kontext

Das Werk wird gemeinhin mit Mozarts Wienaufenthalt von 1773 in Verbindung gebracht, als er siebzehn Jahre alt war und gerade von den Italienreisen zurĂŒckkehrte, die seine theatralischen und instrumentalen Instinkte geschĂ€rft hatten.[2] Die Quellenlage der Überlieferung ist dĂŒrftig; die neuere Diskussion hat sich daher hĂ€ufig darauf konzentriert, was sich aus der musikalischen OberflĂ€che erschließen lĂ€sst – besonders aus der Idiomatik, die als Hinweis auf eine orchestral gedachte Textur beschrieben worden ist, die auf das Tasteninstrument reduziert wurde.[1]

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Musikalischer Charakter

In D-Dur und im 3/4-Takt notiert, umfasst das StĂŒck etwa 70 Takte (mit Wiederholungen) und vermittelt eher die Leichtigkeit eines stilisierten Tanzes als das rhetorische Gewicht eines groß angelegten Sonatensatzes.[2] Der Beginn ist von schnellen Tonrepetitionen und anderen Figuren geprĂ€gt, die unter gestrichenen Saiten natĂŒrlicher liegen als unter den Fingern; dieselbe Studie weist auf markante Tonwiederholungen zu Beginn sowie auf weite SprĂŒnge im spĂ€teren Verlauf hin – Merkmale, die den brillanten Charakter fĂ€rben, zugleich aber das „pianistische“ Profil verkomplizieren.[1] Harmonisch fĂŒhrt die erste grĂ¶ĂŸere Strecke von D-Dur in Richtung A-Dur, bevor sie zurĂŒckkehrt und entschieden in der Tonika schließt; die Schlusskadenz wird von einer Fermate gekrönt.[2]

[1] Uri B. Rom, “A Note on Mozart’s Newly Rediscovered Allegro in D, K. 626b/16” (discussion of texture, form, and stylistic issues).

[2] Wikipedia overview: Allegro in D major (Mozart) (basic catalog data and a concise structural outline: length, meter, tonal plan, cadences).