Kanon in G fĂŒr 12 Stimmen in 3, âVâamo di core teneramenteâ (zweifelhaft), K. Anh.H 10,02
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Der Kanon âVâamo di core teneramenteâ (K. Anh.H 10,02) ist ein kurzes vokales StĂŒck mit italienischem Text in G-Dur, das gewöhnlich nach Wien 1782 datiert wird, jedoch ohne gesicherten Nachweis von Mozarts Autorschaft ĂŒberliefert ist. FĂŒr zwölf Stimmen âin 3â (drei vierstimmige Gruppen) gesetzt, gehört er zur geselligen Kanontradition, die Mozarts Wiener Umfeld prĂ€gte.
Hintergrund und Kontext
Dieser Kanon in G wird meist nach Wien in das Jahr 1782 gesetzt, als Mozart (26-jĂ€hrig) gerade als freischaffender Komponist und Pianist FuĂ gefasst hatte und neben groĂen öffentlichen Werken auch in einer Vielfalt privater, geselliger Gattungen schrieb. Doch die Zuschreibung ist unsicher: Das StĂŒck ist nur in spĂ€teren Abschriften erhalten, und moderne Kataloge fĂŒhren es als zweifelhaft, sodass es sich keiner konkreten AuffĂŒhrung, keinem EmpfĂ€nger und keinem Anlass zuverlĂ€ssig zuordnen lĂ€sst.[1]
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Die Besetzung â zwölf Stimmen âin 3â, also drei vierstimmige Chöre â deutet eher auf Musik fĂŒr amateurhafte Festlichkeit oder eine gut ausgestattete Zusammenkunft als auf Kirche oder Theater. Quellen, die das Werk in modernen Ausgaben und online verbreiten, beschreiben es typischerweise als a cappella und fĂŒr â12 Stimmen (in 3 Chören)â, entsprechend der durch die Bezeichnung nahegelegten Anlage.[2]
Musikalischer Charakter
Auf dem Papier liegt der Einfall vor allem im Architektonischen: ein kompakter Kanon, der von drei parallel gefĂŒhrten SATB-Gruppen zu singen ist und eine bewusst dichte, gemeinschaftliche KlangfĂŒlle hervorbringt, statt solistischer Zurschaustellung zu dienen. Der Text â âVâamo di core teneramenteâ (âIch liebe dich von Herzen, zĂ€rtlichâ) â erzeugt einen liebevollen, leicht theatralischen Ton, wie er fĂŒr italianisierende Gesellschaftsmusik im Wien Mozarts typisch ist.[2]
Da die Ăberlieferung des Werks unsicher ist, hört man es am besten weniger als festes biografisches Dokument denn als kleines Beispiel jener Kanonkunst, die Mozart in diesen Jahren pflegte: knapper, praxisnaher Kontrapunkt, der beim Musizieren gleichsam âgelesenâ und genossen werden will, wobei der Reiz aus strenger Imitation und aus dem AufblĂŒhen der Harmonie entsteht, wenn sich die EinsĂ€tze ĂŒberlagern.[1]
[1] Wikipedia: Köchel catalogue entry listing K. Anh.H 10,02 as âCanon in G for 12 voices in 3, âVâamo di core teneramenteâ (doubtful)â with date/place (Vienna, 1782).
[2] IMSLP work page: âVâamo di core teneramente,â giving key (G major) and instrumentation as 12 voices (in 3 choirs), with score links and basic catalogue identifiers.




