Hosanna in G-Dur (K. Anh.H 10,01)
av Wolfgang Amadeus Mozart

Hosanna in G-Dur (K. Anh.H 10,01) ist ein winziges liturgisches Fragment, vermutlich im Sommer 1773 in Salzburg entstanden, als Wolfgang Amadeus Mozart (1756â1791) 17 Jahre alt war. Die ĂŒberlieferte Dokumentation ist spĂ€rlich, und die Zuschreibung des Werks ist unsicher; dennoch entspricht seine kompakte, praxisnahe Anlage der Routine der Salzburger Kirchenmusik.
Hintergrund und Kontext
1773 war Mozart nach seinen Italienreisen wieder in Salzburg und arbeitete im Rahmen der Erwartungen des erzbischöflichen Hofes und seiner Gottesdienste. Ein kurzes, eigenstĂ€ndiges Hosannaâder jubelnde Akklamationsruf, der im Ordinarium der Messe gewöhnlich den Sanctus beschlieĂt und nach dem Benedictus wiederkehrtâdĂŒrfte eher ein funktionaler Baustein fĂŒr die lokale AuffĂŒhrungspraxis gewesen sein als ein eigenstĂ€ndiges KonzertstĂŒck. Der Köchel-Eintrag verortet dieses Hosanna (bei zweifelhafter Zuschreibung) im Sommer 1773 in Salzburg und stellt es damit in eine Phase, in der Mozart neben Instrumentalmusik fĂŒr dasselbe Umfeld auch umfangreiche geistliche Werke schuf.[1][2]
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Musikalischer Charakter
Was sich mit Sicherheit sagen lĂ€sst, ist zwangslĂ€ufig begrenzt. Titel und Katalogdaten weisen auf G-Dur hin, und das StĂŒck ist als knappe chorische Akklamation konzipiertâMusik, die in einer liturgischen Akustik rasch erfasst und deutlich getragen werden soll.[1] Stilistisch bevorzugen solche Salzburger Hosanna-Vertonungen typischerweise kurze, wiederholte Texteinheiten ("Hosanna in excelsis") und eine energiegeladene Chorsatzweise, die festlich wirken kann, ohne eine ausgedehnte DurchfĂŒhrung zu verlangen; in Mozarts Praxis fungiert das Hosanna hĂ€ufig wie ein prĂ€gnanter Chorrefrain, der kontrapunktische Kunst mit geradliniger Deklamation ausbalanciert.[3]
Als Dokument aus Mozarts siebzehntem Lebensjahr gehört, deutet K. Anh.H 10,01 auf einen Komponisten hin, der in der musikalischen Rhetorik der Kirche bereits souverĂ€n ist: eine Schreibweise, die Klarheit, VorwĂ€rtsdrang und gottesdienstliche ZweckmĂ€Ăigkeit in den Vordergrund stelltâFĂ€higkeiten, die auch die sicherer zugeschriebenen Salzburger MesssĂ€tze der 1770er Jahre tragen, selbst wenn ein Fragment wie dieses am Rand der QuellenĂŒberlieferung bleibt.[2]
[1] Wikipedia â Köchel catalogue entry listing âAnh.H 10,01 (223/166e), Hosanna in G,â dated summer 1773, Salzburg, age 17 (table excerpt).
[2] Wikipedia â List of compositions by Mozart: âHosanna in Gâ under sacred choral fragments, dated summer 1773, Salzburg; cross-references K. 223 / 166e.
[3] Wikipedia â Coronation Mass (K. 317): description of the *Hosanna*âs liturgical placement (return after Benedictus) and Mozartâs Mass practice.




