K. 632

InstrumentalstĂŒck in C (zweifelhaft), K. 632 (C-Dur)

von Wolfgang Amadeus Mozart

Mozart family portrait by Carmontelle, 1764
The Mozart family in Paris, 1763–64 (Carmontelle)

Das InstrumentalstĂŒck in C (K. 632) ist ein kurzes, fragmentarisch ĂŒberliefertes Werk in C-Dur, das vorsichtig auf 1765–1766 datiert wird und dessen Echtheit als zweifelhaft gilt. Sollte es tatsĂ€chlich authentisches Material von Wolfgang Amadeus Mozart (1756–1791) bewahren, gehörte es in jene erstaunlich frĂŒhe Phase, als er erst etwa neun oder zehn Jahre alt war.

Mozarts Leben zur Zeit der Entstehung

1765–1766 reiste der neunjĂ€hrige Wolfgang Amadeus Mozart mit seiner Familie wĂ€hrend der langen Jahre der „Grand Tour“ ausgedehnt umher – eine Zeit, in der neben ambitionierteren Sonaten sowie Ensemblewerken fortlaufend kompakte InstrumentalstĂŒcke entstanden. K. 632 ist nur ungefĂ€hr (1765–1766) datiert, und auch sein Entstehungsort ist nicht verlĂ€sslich bekannt; das passt zu den praktischen Bedingungen des Unterwegsseins, unter denen kurze instrumentale Fragmente entstehen und abgeschrieben werden konnten, ohne dass eine klare Dokumentation erhalten blieb [1].

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Musikalischer Charakter

Das unter K. 632 Überlieferte wird als Fragment beschrieben; die Besetzung wird mit „fĂŒr Klavier und Violine“ (alternativ „fĂŒr 2 Violinen und Bass“) angegeben, in C-Dur [1]. Der dokumentarische Status ist entscheidend dafĂŒr, wie man die Noten liest: Statt als vollstĂ€ndig ausgeformtes „KlavierstĂŒck“ lĂ€sst es sich plausibler als kleine kammermusikalische Idee verstehen – Musik, die möglicherweise eine einfache, tonikazentrierte C-Dur-Syntax skizziert, mit einer Oberstimme, die von einer Violine getragen werden kann, und einem stĂŒtzenden Bass beziehungsweise einem Continuo-Ă€hnlichen Fundament.

Innerhalb von Mozarts kindlichem ƒuvre wĂŒrde ein solches Fragment (sofern authentisch) jene Art knapper, funktionaler Erfindung reprĂ€sentieren, an der er eine souverĂ€ne Phrasenbildung einĂŒbte: klare Kadenzen, geradlinige harmonische Bewegung und eine Textur, die sich flexibel mit den jeweils verfĂŒgbaren Instrumenten realisieren lĂ€sst – ein treffender Momentaufnahme frĂŒher Handwerkskunst, auch wenn die Zuschreibung zweifelhaft bleibt [1].

[1] International Mozarteum Foundation, Köchel Verzeichnis entry for KV 632: title, key, scoring description (fragment), dating (1765–1766), and authenticity status (doubtful).