K. 572a

Doppelkanon für sechs Stimmen (verschollen), K. 572a

von Wolfgang Amadeus Mozart

Silverpoint drawing of Mozart by Dora Stock, 1789
Mozart, silverpoint by Dora Stock, 1789 — last authenticated portrait

Mozarts Doppelkanon für sechs Stimmen, K. 572a, ist ein verschollenes (oder bislang nicht identifiziertes) Vokalwerk, das mit Leipzig im Jahr 1789 in Verbindung gebracht wird, als der Komponist 33 Jahre alt war. Ein musikalischer Text ist nicht zuverlässig überliefert; erhalten ist im Wesentlichen nur eine Spur aus Katalogeinträgen und anekdotischen Hinweisen.

Was bekannt ist

K. 572a wird in modernen Nachschlagewerken als Doppelkanon für sechs Stimmen beschrieben, verbunden mit Mozarts Leipzig-Besuch 1789, jedoch ist gegenwärtig weder eine Partitur noch ein Autograph als erhalten bzw. identifiziert nachweisbar.[1]

Eine spezifischere Leipziger Tradition bringt das Werk mit Johann Friedrich Doles (1715–1797) in Verbindung, dem Thomaskantor und einstigen Schüler J. S. Bachs: Ein späterer Bericht, überliefert durch Constanze Mozarts Korrespondenz mit dem Leipziger Verlag Breitkopf & Härtel, besagt, Mozart habe „angeblich improvisiert“ einen sechsstimmigen Kanon für Doles.[2] Das deutet eher auf einen gesellschaftlichen, gelegentlichen Ursprung hin—Musik, im Moment für versierte Sänger geschaffen—als auf eine sorgfältig abgeschriebene Reinschrift.

Einige sekundäre Katalogtraditionen nennen einen deutschen Abschiedstext (überliefert als Lebet wohl, wir sehen uns wieder), doch lässt sich dies derzeit nicht anhand einer bekannten musikalischen Quelle überprüfen.[3]

Musikalischer Inhalt

Da kein notierter musikalischer Text zur Einsicht verfügbar ist, lassen sich Tonart, Thema, Einsätze und kontrapunktische Anlage des Kanons (über die Bezeichnung „Doppelkanon“ hinaus) nicht mit Sicherheit beschreiben.[1]

[1] Wikipedia — Köchel catalogue entry listing K. 572a as a “Double canon for six voices (lost or unidentified)” and giving Leipzig/1789 context.

[2] Mozart-Digital (International Mozarteum Foundation), English transcription — Constanze Mozart to Breitkopf & Härtel (1799), note mentioning Doles and that Mozart supposedly improvised the six-voice canon KV App. 4 (572a).

[3] Mozart la caduta degli dei — secondary catalogue list that includes K. 572a as a six-voice double canon with a reported German farewell text.