Zwei Variationen in A-Dur über Sartis „Come un’agnello“ (K. 460)
沃尔夫冈·阿马德乌斯·莫扎特

Mozarts Zwei Variationen in A-Dur über die Arie „Come un’agnello“ von Giuseppe Sarti (K. 460) sind ein unvollendetes Klavierfragment, das im Autograph überliefert ist und auf Wien, Juni 1784, datiert wird. Obwohl das Stück im Druck häufig als längerer Zyklus von „8 Variationen“ begegnet, wertet die moderne Katalogisierung nur das Thema und die ersten beiden Variationen als zweifelsfrei authentisch.
Hintergrund und Kontext
In Wien – wo Mozart sich als Virtuosen-Komponist etablierte und fortlaufend Tastenwerke für Unterricht, Veröffentlichung und den Konzertsaal schrieb – wandte er sich einer sofort wiedererkennbaren Opernmelodie zu: „Come un’agnello“ aus Sartis außerordentlich populärem Fra i due litiganti il terzo gode (uraufgeführt an der Scala im September 1782). Die Melodie der Oper war in Mitteleuropa Mitte der 1780er Jahre weithin in Umlauf, und Mozart spielte später bekanntlich darauf an – in der Bankettszene von Don Giovanni (1787), ein Hinweis darauf, wie mühelos solche Bühnen-„Hits“ genre- und städteübergreifend zirkulierten.[2]
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Der Köchel-Katalogeintrag des Mozarteums klassifiziert K. 460 als authentisch, erhalten, jedoch unvollendet und bewahrt lediglich Thema und zwei Variationen für Soloklavier (Clavier).[1] Dieses enger gefasste, fragmentarische Werk steht hinter späteren, erweiterten Überlieferungen, die in manchen Quellen als „8 Variationen“ gedruckt werden – eine Fassung, deren Gesamturheberschaft in modernen Referenzzusammenfassungen infrage gestellt wurde.[3]
Musikalischer Charakter
In A-Dur angelegt, beginnt das Stück mit einer klaren Vorstellung von Sartis Thema, idiomatisch fürs Tasteninstrument eingerichtet, bevor Mozarts erste Variation die Linie mit rascherer Figuration und einer kontinuierlicheren Bewegung der rechten Hand „in Gang“ setzt. Der Satz ist kompakt und zweckmäßig – Musik, die sowohl in Mozarts Welt des häuslichen Musizierens ihren Platz gehabt hätte als auch in der flüchtigen Kunst der Variationsimprovisation am Fortepiano.[1]
Variation II steigert die texturale Bewegtheit nochmals, verdichtet die musikalische Oberfläche mit brillanterer Passagenarbeit und einem markanteren rhythmischen Profil, während der harmonische Umriss nahe beim Thema bleibt – typisch für eine Variationskunst, die eine populäre Melodie im Blick behält, auch wenn sich das klavieristische „Gewand“ von Strophe zu Strophe verändert. Dass das Werk schon nach zwei Variationen abbricht, lässt den größeren Plan (eine übliche langsame Variation, eine Wendung ins Moll oder eine schnellere Schlussvariation) eher nur ahnen, als dass er ausgeführt würde.[1]
[1] Internationale Stiftung Mozarteum, Köchel-Verzeichnis: KV 460 — Two variations in A on “Come un agnello” (status, dating, instrumentation, autograph transmission, links to NMA).
[2] Wikipedia: Fra i due litiganti il terzo gode — premiere date (14 Sept 1782) and note that the aria “Come un agnello” is quoted by Mozart in Don Giovanni.
[3] IMSLP work page: “8 Variations on ‘Come un agnello’, K.460/454a” — notes on the commonly circulated longer set and doubts about authorship beyond the first two variations.




