K. 404

Violinsonate Nr. 31 in C-Dur (Fragment; vervollständigt von M. Stadler), K. 404

av Wolfgang Amadeus Mozart

Mozart from family portrait, c. 1780-81
Mozart from the family portrait, c. 1780–81 (attr. della Croce)

Mozarts Violinsonate Nr. 31 in C-Dur (K. 404) ist nur unvollständig überliefert; erst spätere Ergänzungen durch Abbé Maximilian Stadler machen das Stück aufführbar. Mit Mozarts Wiener Jahren verbunden, bietet sie einen kurzen, verführerischen Einblick in seinen kammermusikalischen Stil, in dem das Tasteninstrument führt—zu einem Zeitpunkt rascher künstlerischer Konsolidierung.

Was bekannt ist

Unter K. 404 ist ein unvollendetes Werk für Violine und Tasteninstrument (als Violine und clavier bezeichnet) in C-Dur überliefert, das mit Abbé Maximilian Stadler als Bearbeiter/Vervollständiger verbunden ist [1]. Die neuere Forschung weist zudem darauf hin, dass die Quellenlage bei diesem Stück unausgewogen ist: Es ist lediglich ein Autographblatt mit einem Teil der Musik erhalten, und die Zusammenstellung der Sätze stützt sich eher auf frühe Drucktraditionen als auf eindeutige handschriftliche Belege [2].

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Historisch ist Stadlers Anteil für die Aufführungspraxis bedeutsam, weil er die Autorschaft innerhalb dessen verkompliziert, was auf dem Papier wie eine kleine zweisätzige Einheit (Andante und Allegretto) erscheint und im frühen Druck als eine Art kompakte „Sonatine“ kursierte [2]. Wie bei anderen Mozart-Fragmenten, die im frühen 19. Jahrhundert bearbeitet wurden, kann das „Werk“, das heutige Hörer erreicht, daher teils aus Mozarts Notat, teils aus dem verbindenden „Gewebe“ eines Herausgebers oder Vervollständigers und teils aus einem publizistischen Konzept bestehen.

Musikalischer Inhalt

K. 404 begegnet einem in der Regel als zwei sehr kurze Sätze in C-Dur—ein Andante, gefolgt von einem Allegretto—aus der intimen, dialogischen Welt von Mozarts Wiener Schreiben für Tasteninstrument und Violine, in der das Tasteninstrument meist den kompositorischen Gedankengang trägt und die Violine Farbe, Kontrapunkt und Brillanz hinzufügt [1]. Praktisch liegt der Reiz des Fragments weniger in groß angelegter Sonatenarchitektur als in Mozarts Gabe für klare, gesangliche Perioden und rasch hergestellte harmonische Balance—Material, das zur Ergänzung einlädt, zugleich aber genau erkennen lässt, wo der überlieferte Text abbricht und spätere Hände einsetzen.

[1] Internationale Stiftung Mozarteum (Köchel-Verzeichnis): KV 403 page with link and metadata context for KV 404 (status, key, instrumentation, Stadler additions).

[2] G. Henle Verlag PDF (preface/critical discussion of Mozart violin sonata fragments), including remarks on K. 404’s short movements, source survival, and uncertainties of linkage/authorship.