Violinsonate in D-Dur (zweifelhaft), K. 630
de Wolfgang Amadeus Mozart

Die Violinsonate in D-Dur (K. 630) ist als Sonate für Tasteninstrument mit Violinbegleitung überliefert, auf 1766 datiert, doch gilt ihre Zuschreibung an Wolfgang Amadeus Mozart (1756–1791) als zweifelhaft. Das Werk ist erhalten und lässt sich am ehesten als bescheidene Hausmusik-Sonate in zwei kurzen Sätzen verstehen, weniger als gesicherter Bestandteil von Mozarts frühem Violinsonaten-Kanon.
Mozarts Lebenssituation zur Entstehungszeit
Wenn man die traditionelle Datierung auf 1766 akzeptiert, war Mozart zehn Jahre alt und hatte gerade die lange Kindheitsreise beendet, die ihn 1763–66 durch Westeuropa (darunter London und die Niederlande) geführt hatte. In diesen Jahren schrieb er eine Reihe von Sonaten mit Schwerpunkt auf dem Tasteninstrument, mit optionaler oder untergeordneter Violinstimme für das private Musizieren – genau jenes Marktsegment, dem auch K. 630 zuzugehören scheint, unabhängig von der tatsächlichen Autorschaft.[1]
Musikalischer Charakter
K. 630 ist als Klavier-und-Violine-Sonate (vl, clav) in D-Dur angelegt, in zwei Sätzen: Allegro, gefolgt von einem Rondo: Grazioso.[1] Die Satztechnik stellt das Tasteninstrument klar in den Vordergrund; die Violine verstärkt oder schmückt die Textur meist nur – Musik, die sich nahtlos neben die vielen „begleiteten Sonaten“ des späten 18. Jahrhunderts einfügt, wie sie für Liebhaber herausgegeben wurden. Die früheste bekannte Druckform ist eine englische Veröffentlichung, die „A favorite SONATA…with an accompaniment for a Violin…Composed by W. A. MOZART“ annonciert – eine Art Zuschreibung, die damals kommerziell nützlich war und mit erklärt, warum die heutige Forschung den Komponisten als unsicher betrachtet.[1][2]
[1] Internationale Stiftung Mozarteum, Köchel-Verzeichnis entry for KV 630: status (doubtful), date (1766), key (D major), instrumentation (vl, clav), movements, and publication note.
[2] Wikipedia overview of the attributed/spurious Violin Sonata in D major, K. 630 (context of English publication and doubtful authorship).