Vier Skizzenblätter (verschollen), K. 626b/01
von Wolfgang Amadeus Mozart

Mozarts Vier Skizzenblätter (K. 626b/01) sind eine verschollene, nur unzureichend dokumentierte Quelle, die unter den Skizzen und Fragmenten geführt wird, die – zumindest aufgrund ihrer Platzierung im Katalog – mit dem Requiem d-Moll, K. 626 in Verbindung gebracht werden. Es ist kein musikalischer Text erhalten, und Datum, Ort, Tonart sowie der ursprüngliche Zweck der Blätter sind unbekannt.
Was bekannt ist
K. 626b/01 wird in der heutigen Katalogtradition schlicht als „Vier Skizzenblätter (verschollen)“ beschrieben – ein Konvolut von vier Seiten, das nicht mehr nachweisbar ist und dessen Inhalt in keiner brauchbaren Form überliefert wurde (kein Incipit, keine Abschrift, kein Faksimile) [1]. Daher lässt sich nicht feststellen, ob die Blätter Entwurfsmaterial zum Requiem (K. 626) enthielten, Skizzen zu einem anderen Werk oder sogar nicht von Mozart stammende Musik, die später irrtümlich mit Mozart in Verbindung gebracht wurde. Angesichts des vollständigen Fehlens erhaltener Notation und einer gesicherten Provenienz ist der Eintrag heute eher als verschollenes Werk zweifelhafter Authentizität zu behandeln denn als belastbarer Beleg für Mozarts Spätstil.
Musikalischer Inhalt
Von K. 626b/01 ist kein musikalischer Text erhalten, und in zugänglichen Referenzverzeichnissen findet sich keine verlässliche Beschreibung der Notation (Themen, Besetzungsangaben, harmonischer Plan oder auch nur eine Tonart) [1]. Entsprechend lässt sich über seinen musikalischen Charakter oder sein Verhältnis zum Requiem nichts Konkretes sagen – außer der (unsicheren) Verbindung, die durch seine Gruppierung unter den Requiem-nahen Skizzen und Fragmenten in der modernen Katalogisierung nahegelegt wird [1].
[1] Wikipedia — Köchel catalogue entry list showing “626b/01 Four sketch leaves (lost)” among K. 626b items.