Fuge (Fragment) in c-Moll, K. 626b
von Wolfgang Amadeus Mozart

Mozarts Fuge (Fragment) in c-Moll (K. 626b) ist als einseitige Skizze von nur 27 Takten ĂŒberliefert und wird in den Moldenhauer Archives der Library of Congress aufbewahrt [1]. Mitunter begegnet das StĂŒck unter dem Incipit-Titel Anfang einer Fuge (âBeginning of a Fugueâ), doch bleibt es eine unsichere, unvollendete Notiz, deren eigentliches Medium nicht verlĂ€sslich dokumentiert ist [2].jpg).
Was bekannt ist
Ein kurzes Autograph, das (in spĂ€terer Beschreibung) Anfang einer Fuge betitelt ist, wird als âFragment of Fugue in C Minorâ katalogisiert und besteht aus einer Seite mit 27 Takten in Tinte [1]. Derselbe Eintrag vermerkt, das Blatt sei âinscribed by Georg Nissenâ (Constanze Mozarts zweitem Ehemann) beschriftet worden, was auf eine spĂ€tere Bearbeitung und Identifizierung innerhalb des Mozart-Nachlasses hindeutet [1]. Ein weithin verbreitetes digitales Faksimile verweist auf das Exemplar der Library of Congress (hdl.loc.gov/loc.music/molden.3121), klĂ€rt die Besetzung jedoch nicht; die Notation wirkt eher wie eine knappe, systembezogene Skizze als wie eine ausgearbeitete, sauber eingerichtete Partitur [2].jpg).
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Mozarts mutmaĂliche Datierung um 1780 in Wien (im Alter von 24 Jahren) verortet das Fragment in seine frĂŒhen Wiener Jahre, als er sich zunehmend mit kontrapunktischem Handwerk beschĂ€ftigteâein Interesse, das spĂ€ter in stĂ€rker ausgearbeiteten Fugen und Fugato-Passagen aufblĂŒhte. Mit diesem einzelnen Blatt allein ist es jedoch am sichersten, K. 626b als isolierte Kontrapunktstudie zu betrachten und nicht als Dokument, das an einen konkreten öffentlichen Auftrag gebunden wĂ€re.
Musikalischer Gehalt
Erhalten ist der Beginn einer Fuge: ein Thema, das in c-Moll vorgestellt und in einer anderen Stimme beantwortet wird; weitere EinsĂ€tze sind angedeutet, werden jedoch weder bis zu einer Kadenz noch zu einem klaren formalen Ziel fortgefĂŒhrt. Die Schreibweise ist ĂŒberwiegend linear (Stimme gegen Stimme), und das Fragment erweckt den Eindruck, Mozart erprobe eine ernste, streng gefĂŒgte thematische Idee, statt eine dekorative Klavierminiatur zu komponieren.
Ăber diese eröffnende Anlage hinaus liefert die Seite nicht genĂŒgend Informationen, um mit Sicherheit ĂŒber die beabsichtigte Instrumentation (Tasteninstrument, Orgel oder vokales/instrumentales Ensemble) oder eine liturgische Bestimmung zu sprechen. Sein hauptsĂ€chlicher Wert liegt in dem Einblick, den es in Mozarts Denken âin Fugenformâ gewĂ€hrt: ein Thema zu setzen, die Imitation anzustoĂen und die FortfĂŒhrung einem spĂ€teren Moment zu ĂŒberlassen, der nie gekommen ist.
[1] Library of Congress (Moldenhauer Archives) finding aid entry describing âAnfang einer Fugeâ: autograph music manuscript, 1 page (27 measures), notes on inscription and cataloging.
[2] Wikimedia Commons facsimile page for âAnfang einer Fuge (Fragment of Fugue in C Minor, K. 626b/27),â linking to the Library of Congress digital item (hdl.loc.gov/loc.music/molden.3121).




