K. 47

Veni Sancte Spiritus in C-Dur, K. 47

von Wolfgang Amadeus Mozart

Portrait of Mozart aged 13 in Verona, 1770
Mozart aged 13 at the keyboard in Verona, 1770

Mozarts Veni Sancte Spiritus in C-Dur (K. 47) ist eine knappe Pfingst-Motette aus Wien (1768), entstanden, als der Komponist erst zwölf Jahre alt war. In zwei kurzen Abschnitten angelegt—ein einleitendes Allegro, gefolgt von einem jubelnden Alleluia—bietet das Werk einen frĂŒhen Einblick in sein liturgisches Können in einem schlichten, zeremoniellen Idiom.[1]

Hintergrund und Kontext

1768 hielt sich der zwölfjĂ€hrige Wolfgang Amadeus Mozart (1756–1791) mit seiner Familie in Wien auf—eine Zeit, in der neben Werken fĂŒr Theater und Konzertsaal auch mehrere geistliche StĂŒcke entstanden. Veni Sancte Spiritus (K. 47) gehört zu dieser Wiener Jugendproduktion: eine kurze, zweckgebundene liturgische Vertonung im Zusammenhang mit Pfingsten, auf den praktischen Gebrauch im Gottesdienst zugeschnitten und weniger auf reprĂ€sentativen Effekt.[2]

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Der Text beginnt zwar mit dem vertrauten Incipit „Veni Sancte Spiritus“, doch folgt er in diesem Werk der Antiphon Ad invocandum Spiritum Sanctum und geht unmittelbar in ein Alleluia ĂŒber—ein Hinweis auf eine spezifische Andachts- und Liturgiefunktion, nicht auf eine vollstĂ€ndige Vertonung der berĂŒhmten Sequenz.[2][3]

Musikalischer Charakter

Mozart gliedert das StĂŒck in zwei SĂ€tze: „Veni Sancte Spiritus“ (Allegro) und „Alleluia“ (Presto); zusammen dauern sie nur wenige Minuten.[1] Die Besetzung ist fĂŒr SATB-Chor mit gelegentlichen Solostellen, getragen von einem festlichen spĂ€tbarock/klassischen Kirchenorchester: 2 Oboen, 2 Hörner, 2 Trompeten, Pauken, Streicher und Orgel-Continuo.[1][4]

Innerhalb dieses bescheidenen Rahmens beruht die Anlage auf flinker chorischer Deklamation und klarer kadenzierender Gliederung; belebt wird sie durch den raschen Wechsel von Solo- und Tutti-Texturen sowie durch kurze imitatorische Passagen—Mittel, die die Rhetorik in Bewegung halten, ohne die Grenzen eines kleinformatigen Kirchenwerks zu ĂŒberschreiten.[3] Das Ergebnis wirkt ernsthaft und hell: Musik, die VerstĂ€ndlichkeit und VorwĂ€rtsdrang in den Vordergrund stellt und dennoch bereits zeigt, wie sicher der junge Mozart Stimmen und Instrumente zu einem kompakten liturgischen Argument zu bĂŒndeln weiß.

[1] IMSLP work page (movements, date/place, and instrumentation details) — Veni Sancte Spiritus, K. 47

[2] Wikipedia overview (Vienna 1768, age 12; text identified as Pentecost antiphon beginning with the sequence incipit)

[3] BĂ€renreiter US product description (two-part setting; antiphon text; alternation of solo/tutti and imitative passages)

[4] Carus (Stuttgarter Mozart-Ausgaben) PDF front matter (scoring list including winds, brass, timpani, strings, basso continuo/organ)