Stück für Maximilian III. Joseph, Kurfürst von Bayern (verschollen), K. 639
de Wolfgang Amadeus Mozart

Mozarts Stück für Maximilian III. Joseph, Kurfürst von Bayern (K. 639) ist ein verschollenes, zweifelhaft überliefertes Werk, das vorsichtig auf das Jahr 1766 datiert wird, als der Komponist zehn Jahre alt war. Es ist keine Musik erhalten: Tonart, Besetzung, Umfang und selbst der genaue Anlass sind unbekannt, und auch die Zuschreibung wird nur mit Vorbehalt behandelt.
Mozarts Lebensumstände zu jener Zeit
1766 näherte sich Wolfgang Amadeus Mozart (1756–1791) dem Ende der langen westeuropäischen Reise der Familie (1763–1766), einer Phase, in der das Wunderkind regelmäßig vor Höfen und bei einflussreichen Förderern auftrat. Im Herbst 1766 kehrte die Familie ostwärts zurück und erreichte am 8. November München, wo sie blieb und nach Möglichkeiten am bayerischen Hof suchte. Dieser Zusammenhang – höfische Gelegenheitsstücke im Umfeld eines kurfürstlichen Haushalts – passt zu dem Titel, der K. 639 beigegeben ist, auch wenn keine gesicherte Dokumentation das Werk mit einem bestimmten Datum oder einer konkreten Aufführung verbindet.12
Musikalischer Charakter
Über die Musik selbst lässt sich seriös nichts sagen. K. 639 ist lediglich als Titel überliefert („ein Stück“ für Kurfürst Maximilian III. Joseph von Bayern), ohne erhaltene Partitur, Incipit oder verlässliche Angaben zur Besetzung; entsprechend gilt es allgemein als verschollenes Werk zweifelhafter Authentizität und nicht als eindeutig rekonstruierbare Juvenilie.23
[1] Mozart family grand tour (background on the 1763–1766 journey and its court performances)
[2] Internationale Stiftung Mozarteum, Köchel-Verzeichnis entry for KV 639 (“Ein Stück” for Elector Maximilian III Joseph of Bavaria)
[3] Wikipedia overview of Mozart works of spurious or doubtful authenticity (context for doubtful attributions in Mozart’s catalogue)