K. 590a

Sonatensatz (Fragment) in F-Dur, K. 590a

볼프강 아마데우스 모차르트 작

Silverpoint drawing of Mozart by Dora Stock, 1789
Mozart, silverpoint by Dora Stock, 1789 — last authenticated portrait

Mozarts Sonatensatz für Klavier in F-Dur (K. 590a) ist ein kurzes, unvollendetes, aus Wien überliefertes Einzelblatt, das allgemein auf 1787–1789 datiert wird, als der Komponist etwa 31–33 Jahre alt war [1]. Als autographes Fragment erhalten, gewährt es einen Einblick in Mozarts spätwienerische Klavieridiomatik im Moment des Entstehens – nicht in einen vollständig ausgearbeiteten Sonatenplan [1].

Was bekannt ist

Erhalten ist nur ein einziger unvollständiger Satz für Soloklavier unter der Bezeichnung „Piano piece in F (fragment)“, als Werk Mozarts beglaubigt und in autographer Überlieferung weitergegeben [1]. Der Eintrag im Köchel-Verzeichnis datiert das Fragment allgemein auf Wien, 1787–1789, und beschreibt die Quelle als Autographblatt (eine beschriebene Seite, ohne ursprünglichen Titel) [1]. In der Neuen Mozart-Ausgabe ist es unter den Klaviersonaten (NMA IX/25/2) abgedruckt, herausgegeben von Wolfgang Plath und Wolfgang Rehm [2]. Die überlieferte Musik ist daher am besten nicht als Teil einer etablierten, vollständigen Sonate zu verstehen, sondern als eigenständiger, aufgegebener Anfangs- (oder Binnen-)satz, der abbricht, bevor sich irgendein vollständiger mehrsätziger Plan sicher bestätigen lässt.

Musikalischer Gehalt

In modernen Katalogen und Ausgaben wird das Stück als einzelner Sonatensatz in F-Dur für Soloklavier präsentiert [2]. Das Erhaltene verweist auf die rhetorische Welt von Mozarts reifer Wiener Klavierkunst: ausgewogene Phrasenbildung, klare harmonische Zielgerichtetheit und jene thematische Ökonomie in zwei Abschnitten, die geradezu nach einer Fortführung im Sinne eines Sonatenhauptsatzes (Exposition–Durchführung–Reprise) verlangt – auch wenn das Manuskript zu früh abbricht, um die beabsichtigte Großform mit Sicherheit zu belegen. Im Kontext von Mozarts Klavierwerken der späten 1780er-Jahre wirkt K. 590a wie Werkstattmaterial aus einer Phase, in der der Klaviersatz zunehmend orchestrale Texturen annimmt – und doch im Kern in gesanglichen Linien der rechten Hand über einem durchsichtig geführten, funktionalen Bass verankert bleibt.

[1] Internationale Stiftung Mozarteum, Köchel-Verzeichnis entry for KV 590a (“Piano piece in F (fragment)”), with dating, status, and source description.

[2] IMSLP work page for “Piano Sonata in F major, K.Anh.29/590a,” summarizing forces, dating range, and NMA IX/25/2 (Plath/Rehm, 1986) edition details.