Sinfonie in F-Dur (verschollen), K. Anh.C 11.08
di Wolfgang Amadeus Mozart

Mozarts Sinfonie in F-Dur (K. Anh.C 11.08) ist ein verschollenes und in seiner Zuschreibung zweifelhaftes Werk, das vorsichtig auf 1769 datiert wird – als er 13 Jahre alt war und sich überwiegend in Salzburg aufhielt. Heute ist sie nur durch ein kurzes thematisches Incipit bekannt, das über die Handschriftenkatalog-Tradition von Breitkopf & Härtel überliefert ist; Besetzung, Umfang und sogar die Autorschaft bleiben dadurch ungewiss.
Hintergrund und Kontext
1769 war Wolfgang Amadeus Mozart (1756–1791) 13 Jahre alt – gerade erst nach den ausgedehnten Familienreisen nach Salzburg zurückgekehrt und kurz vor seiner ersten Italienreise, die später im selben Jahr beginnen sollte. Die heute als K. Anh.C 11.08 geführte Sinfonie in F-Dur wird meist in diese salzburgzentrierte Phase eingeordnet, ist jedoch nur als dokumentarische Spur erhalten und nicht als aufführbare Komposition.[1][2]
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Moderne Referenzlisten führen K. Anh.C 11.08 als verschollen und von zweifelhafter Echtheit. Das heißt: Sie wurde zwar irgendwann unter Mozarts Namen überliefert, doch die Belege sind zu dürftig, um sie mit Sicherheit als authentisch anzuerkennen.[1]
Musikalischer Charakter
Das Werk ist nur durch ein viertaktiges Incipit (Eingangsgedanke) bekannt, das in der Handschriftenkatalog-Tradition von Breitkopf & Härtel verzeichnet ist.[1] In der Wiedergabe der Fachliteratur umreißt dieses Incipit eine knappe F-Dur-Geste im alla breve (2/2), beginnend mit dem Grundton F und einer charakteristischen kleinen Wendung schneller Noten, bevor eine klare Kadenz für Stabilität sorgt – Musik, die mit dem „handlichen“, hell artikulierten Orchesteridiom der Sinfonik der Jahrhundertmitte gut vereinbar klingt.[3])
Über diese Anfangstakte hinaus gibt es jedoch keine verlässliche Grundlage, um Sätze, Formanlage oder Orchestrierung zu beschreiben. In der Praxis ist K. Anh.C 11.08 weniger eine erhaltene Sinfonie als der Schatten einer solchen: ein überliefertes Incipit ohne die Struktur, die aus einem derartigen Beginn normalerweise ein vollständiges mehrsätziges Werk machen würde.[1]
Stellung im Katalog
Unter den verschollenen Sinfonien, die mit Mozarts Namen in Verbindung gebracht werden, wird K. Anh.C 11.08 regelmäßig als ein Fall hervorgehoben, bei dem die Autorschaft ungeklärt bleibt; entsprechend wird sie häufig aus Aufstellungen von Mozarts gesicherten Sinfonien ausgeklammert.[2] Dennoch rückt die vorsichtige Datierung auf 1769 sie – zumindest auf dem Papier – in die Nähe jener Phase, in der Mozart die sinfonische Sprache rasch verdichtete, die sich bald durch italienische Einflüsse und die spätere Salzburger Praxis weiter vertiefen sollte.[2]
[1] Wikipedia: list entry for K. Anh.C 11.08 as lost and doubtful; notes it is known only by a four-bar incipit in the Breitkopf & Härtel manuscript catalogue.
[2] Wikipedia: general list of Mozart symphonies noting K. Anh.C 11.08 is lost and of uncertain authorship, and is therefore not included among the numbered/authenticated symphonies.
[3] Wikipedia: Symphony K. 74g article reproducing (in a table of doubtful/lost symphonies) the LilyPond incipit for K. Anh.C 11.08 in F major and summarizing its status as lost/doubtful.




