K. Anh.C 14.01

Sinfonia concertante in Es-Dur (K. Anh.C 14.01)

av Wolfgang Amadeus Mozart

Mozart from family portrait, c. 1780-81
Mozart from the family portrait, c. 1780–81 (attr. della Croce)

Die Sinfonia concertante in Es-Dur (K. Anh.C 14.01, mitunter auch als K. 297b zitiert) ist ein concertantes Werk fĂŒr vier BlĂ€sersolisten und Orchester, das traditionell mit Mozarts Parisreise von 1778 in Verbindung gebracht wurde—heute jedoch in der ĂŒberlieferten Gestalt als unecht (fĂ€lschlich zugeschrieben) gilt.[1] Erhalten ist eine vollstĂ€ndige dreisĂ€tzige Partitur, doch es gibt keine gesicherte Überlieferung eines Mozart-Autographs, die sie stĂŒtzen wĂŒrde.[1]

Was bekannt ist

Das als K. Anh.C 14.01 gefĂŒhrte Werk ist als ĂŒberlieferte, dreisĂ€tzige Sinfonia concertante in Es-Dur fĂŒr Oboe, Klarinette, Horn, Fagott und Orchester erhalten.[1] In der Köchel-Datenbank der Digital Mozart Edition wird seine Echtheit ausdrĂŒcklich als „fĂ€lschlich zugeschrieben“ bezeichnet.[1] Derselbe Eintrag bringt es mit Paris, 1778 in Verbindung, nennt den Komponisten jedoch als „unknown“ und spiegelt damit die heutige editorische Haltung wider, dass der ĂŒberlieferte Text Mozart nicht verlĂ€sslich zugeschrieben werden kann.[1]

As an Amazon Associate we earn from qualifying purchases.

Gleichwohl ist die langjĂ€hrige VerknĂŒpfung mit 1778 nicht willkĂŒrlich: Mozart schrieb im April 1778 aus Paris, er komponiere eine sinfonia concertante fĂŒr BlĂ€servirtuosen (mit einer anderen Solobesetzung als in der spĂ€teren Oboe–Klarinette-Fassung).[2] FĂŒr Mozarts Entwicklung ist dieser Pariser Moment bedeutsam: Er erprobte aktiv, wie weit sich symphonische Weite mit konzertanter Solistenbrillanz verschmelzen lĂ€sst—eine Ästhetik, die sich kurz darauf in gesicherter, authentischer concertanter Schreibweise entfalten sollte.

Musikalischer Gehalt

In der ĂŒberlieferten Gestalt ist K. Anh.C 14.01 dreisĂ€tzig angelegt—Allegro, Adagio und Andantino con Variazioni—ganz nach Art eines großformatigen Konzerts oder einer symphonie concertante.[3] Die Instrumentation setzt die vier solistischen BlĂ€ser in wechselnder Hervorhebung ein, verbindet sie oft zu dialogischen Duos und fĂŒhrt sie dann als Quartett dem Streicherklang gegenĂŒber; der genretypische Effekt ist ein öffentlich-theatralisches „Solistenensemble“ statt eines einzelnen Protagonisten.[1]

Da der ĂŒberlieferte Text als unecht gilt, mĂŒssen stilistische Beobachtungen vorsichtig bleiben: Hörerinnen und Hörer mögen durchaus Wendungen wahrnehmen, die an Mozarts concertante Sprache der Pariser Jahre erinnern, doch werden die heutige Orchesterbehandlung und die Ausarbeitung weithin als Ergebnis spĂ€terer Bearbeitung oder Fehlzuschreibung betrachtet—nicht als gesicherter Spiegel von Mozarts autographen Absichten.[1][2]

[1] Internationale Stiftung Mozarteum, Köchel-Verzeichnis entry for KV Anh. C 14.01 (status, dating, instrumentation, authenticity label).

[2] Wikipedia: background on the debated linkage to Mozart’s Paris 1778 wind sinfonia concertante (lost original; later transmission).

[3] Digital Mozart Edition (NMA) table of contents for NMA X/29/1, listing the three movements for K. Anh. C 14.01.