K. 488a

Satz zu einem Klavierkonzert in D (Fragment), K. 488a (D-Dur)

by Wolfgang Amadeus Mozart

Unfinished portrait of Mozart by Lange, 1782-83
Mozart, unfinished portrait by Joseph Lange, c. 1782–83

Mozarts Satz zu einem Klavierkonzert in D (K. 488a) ist ein winziger erhaltener Entwurf – nur zehn Takte –, der 1786–1787 in Wien entstand und unvollendet blieb. FĂŒr Klavier und ein vollstĂ€ndiges spĂ€twienerisches Konzertorchester (einschließlich Klarinetten) gesetzt, scheint er als langsamer Satz gedacht gewesen zu sein, der in die Klangwelt des A-Dur-Klavierkonzerts Nr. 23, K. 488, gehört, dort jedoch durch das berĂŒhmte Adagio in f♯-Moll ersetzt wurde.

Was bekannt ist

Erhalten ist ein einzelner, unvollstĂ€ndiger Satz: ein autographes Skizzenblatt mit zehn Takten, das das Köchel-Verzeichnis als langsamen Satz fĂŒr „Clavier und Orchester“ in D-Dur (K. 488a) beschreibt. Es wird auf Wien, 1786–1787 datiert – eine Zeit, in der Mozart 30 Jahre alt war und in rascher Folge einige seiner raffiniertesten Wiener Klavierkonzerte schuf [1].

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Die ĂŒberlieferte Besetzung – Flöte; 2 Klarinetten; 2 Fagotte; 2 Hörner; Soloklavier; Streicher – ist besonders aufschlussreich, weil sie genau jene Klangwelt trifft, die Mozart 1786 mit obligaten Klarinetten im Konzertorchester auslotete [1]. Dieselbe Quelle bemerkt, die Instrumentation deute „klar darauf hin“, dass das Fragment ursprĂŒnglich fĂŒr das *Klavierkonzert in A*, K. 488, bestimmt war, dann jedoch ersetzt wurde – durch das gefeierte f♯-Moll-Adagio dieses Konzerts [1].

Musikalischer Inhalt

Da nur ein kurzer Entwurf erhalten ist, bietet K. 488a weniger einen „Satz“ im ĂŒblichen Sinne als vielmehr einen Blick in Mozarts Werkstatt: einige Takte in D-Dur, die den Beginn eines langsamen Satzes andeuten, bereits konzertant gedacht (Solist plus farbig eingesetzte BlĂ€ser), aber aufgegeben, bevor sich eine vollstĂ€ndige thematische Argumentation entfalten konnte. Im Kontext gehört sein Hauptinteresse zu dem, was er ĂŒber Mozarts Entscheidungen im Jahr 1786 erkennen lĂ€sst: der nicht eingeschlagene Weg, bevor er sich fĂŒr den stĂ€rker nach innen gewendeten – und bemerkenswert ungewöhnlichen – f♯-Moll-Langsatz in K. 488 entschied [1].

[1] Köchel-Verzeichnis (Internationale Stiftung Mozarteum): KV 488a — dating (Vienna 1786–1787), extent (10 bars), scoring, and relation to K. 488.