Satz zu einem Klavierkonzert in D (Fragment), K. 488a (D-Dur)
by Wolfgang Amadeus Mozart

Mozarts Satz zu einem Klavierkonzert in D (K. 488a) ist ein winziger erhaltener Entwurf â nur zehn Takte â, der 1786â1787 in Wien entstand und unvollendet blieb. FĂŒr Klavier und ein vollstĂ€ndiges spĂ€twienerisches Konzertorchester (einschlieĂlich Klarinetten) gesetzt, scheint er als langsamer Satz gedacht gewesen zu sein, der in die Klangwelt des A-Dur-Klavierkonzerts Nr. 23, K. 488, gehört, dort jedoch durch das berĂŒhmte Adagio in fâŻ-Moll ersetzt wurde.
Was bekannt ist
Erhalten ist ein einzelner, unvollstĂ€ndiger Satz: ein autographes Skizzenblatt mit zehn Takten, das das Köchel-Verzeichnis als langsamen Satz fĂŒr âClavier und Orchesterâ in D-Dur (K. 488a) beschreibt. Es wird auf Wien, 1786â1787 datiert â eine Zeit, in der Mozart 30 Jahre alt war und in rascher Folge einige seiner raffiniertesten Wiener Klavierkonzerte schuf [1].
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Die ĂŒberlieferte Besetzung â Flöte; 2 Klarinetten; 2 Fagotte; 2 Hörner; Soloklavier; Streicher â ist besonders aufschlussreich, weil sie genau jene Klangwelt trifft, die Mozart 1786 mit obligaten Klarinetten im Konzertorchester auslotete [1]. Dieselbe Quelle bemerkt, die Instrumentation deute âklar darauf hinâ, dass das Fragment ursprĂŒnglich fĂŒr das *Klavierkonzert in A*, K. 488, bestimmt war, dann jedoch ersetzt wurde â durch das gefeierte fâŻ-Moll-Adagio dieses Konzerts [1].
Musikalischer Inhalt
Da nur ein kurzer Entwurf erhalten ist, bietet K. 488a weniger einen âSatzâ im ĂŒblichen Sinne als vielmehr einen Blick in Mozarts Werkstatt: einige Takte in D-Dur, die den Beginn eines langsamen Satzes andeuten, bereits konzertant gedacht (Solist plus farbig eingesetzte BlĂ€ser), aber aufgegeben, bevor sich eine vollstĂ€ndige thematische Argumentation entfalten konnte. Im Kontext gehört sein Hauptinteresse zu dem, was er ĂŒber Mozarts Entscheidungen im Jahr 1786 erkennen lĂ€sst: der nicht eingeschlagene Weg, bevor er sich fĂŒr den stĂ€rker nach innen gewendeten â und bemerkenswert ungewöhnlichen â fâŻ-Moll-Langsatz in K. 488 entschied [1].
[1] Köchel-Verzeichnis (Internationale Stiftung Mozarteum): KV 488a â dating (Vienna 1786â1787), extent (10 bars), scoring, and relation to K. 488.




