Rondo für Klavier in F-Dur (Fragment), K. 590c
von Wolfgang Amadeus Mozart

Mozarts Rondo für Klavier in F-Dur (Fragment), K. 590c, ist ein erhalten gebliebener, zweiseitiger Entwurf aus Wien, der in der Regel auf die Jahre 1787–1789 datiert wird, als der Komponist Anfang dreißig war. Er bewahrt den Beginn eines heiteren, rondoartigen Finales—vermutlich entweder für eine geplante Klaviersonate oder als eigenständiges Tastenstück gedacht—bricht jedoch mitten im Verlauf ab.
Was bekannt ist
Erhalten ist nur ein Fragment für Soloklavier: ein kurzer Rondo-Satz in F-Dur, der in der Neue Mozart-Ausgabe (NMA IX/25/2) auf lediglich zwei Seiten überliefert ist, dort den Anhängen zu den Klaviersonaten zugerechnet und ausdrücklich als Fragment gekennzeichnet [1]. Moderne Kataloge verorten es meist in Wien und in den Zeitraum 1787–1789 [1], doch lässt es sich nicht sicher mit einem bestimmten Ereignis oder einer Veröffentlichung zu Mozarts Lebzeiten verbinden.
In einer редакtionellen Anmerkung zu einem Brief vom 12. Juni 1790 an Michael Puchberg (in der Digital Mozart Edition überliefert) wird das Rondo in F (Fragment) zusammen mit anderen zeitgenössischen Entwürfen zu Klaviersonaten gruppiert; hinzugefügt wird, diese Skizzen „gehören wahrscheinlich zu einer Sonate“ [2]. Das beweist nicht, dass K. 590c tatsächlich ein Sonatenfinale war, stützt jedoch die verbreitete Auffassung, das Fragment könne als Schlussrondo einer ansonsten unvollendeten Sonate konzipiert gewesen sein.
Musikalischer Gehalt
Das Erhaltene deutet auf ein helles, klavieridiomatisches Rondo in F-Dur: ein knappes Hauptthema, das nach kontrastierenden Abschweifungen wiederkehren soll, wobei die Textur eher eine klare Melodie-mit-Begleitung und leichtes Passagenwerk begünstigt als die dichteren kontrapunktischen Schreibweisen mancher früherer Klavierstücke. Der Umfang des Fragments (zwei Seiten) legt nahe, dass Mozart den Satz erst begonnen hatte; die überlieferte Musik wirkt wie Eröffnungsmaterial und nicht wie eine in sich geschlossene Miniatur und endet ohne jedes Gefühl einer Kadenz oder eines vollständigen Schlusses [1].
[1] IMSLP work page for K.Anh.37/590c (includes basic catalogue data, fragment status, and links to the two-page score scan from the Neue Mozart-Ausgabe).
[2] Digital Mozart Edition (Mozarteum) PDF transcript of Mozart’s letter to Johann Michael Puchberg (Vienna/Baden, before or on 12 June 1790), including editorial note grouping the F-major keyboard fragments (590a–c) and stating they probably belong to a sonata.