Rezitativ und Arie für Sopran „A Berenice“ (K. 70) in G-Dur
de Wolfgang Amadeus Mozart

Mozarts Rezitativ und Arie „A Berenice“ (K. 70) ist eine kompakte italienische licenza für Sopran und Orchester, entstanden im Februar 1769 in Salzburg, als er 13 Jahre alt war. Obwohl das Stück heute nur selten zu hören ist, zeigt es bereits seinen Instinkt für theatralische Deklamation und einen hellen, zeremoniellen Vokalstil.
Mozarts Leben zur Entstehungszeit
Im Februar 1769 war Wolfgang Amadeus Mozart (1756–1791) wieder in Salzburg und wirkte im höfisch-musikalischen Umfeld von Erzbischof Sigismund von Schrattenbach (1698–1771), dessen Name im Text des Rezitativs direkt angerufen wird.[2] Das Werk wird gewöhnlich auf den 28. Februar 1769 datiert und gehört zu jener Art gelegentlicher Vokalstücke, die Mozart als jugendlicher Komponist für lokale Festlichkeiten beisteuerte.[1]
Musikalischer Charakter
„A Berenice“ ist eine zweiteilige Szene—ein begleitetes Rezitativ (Tempo moderato), gefolgt von einer Arie (Allegro moderato)—in G-Dur, für Sopran und Orchester.[1] Die Besetzung ist bescheiden, aber festlich (Holzbläser: 2 Oboen; Blechbläser: 2 Hörner; Streicher: mit impliziertem Continuo) und damit gut auf das Salzburger Hofzeremoniell zugeschnitten.[1] Die Arie „Sol nascente“ wird häufig als Da-capo-Anlage beschrieben, mit einem kontrastierenden Mittelteil, der das Metrum wechselt (vom Viervierteltakt zu 3/8), bevor das eröffnende Material wiederkehrt—ein früher Hinweis auf Mozarts Gespür für Proportionen und vokale Rhetorik selbst in einem kleinformatigen Huldigungsstück.[2]
[1] IMSLP work page: catalog details (K. 70/61c), movements/tempi, key, and instrumentation.
[2] Italian Wikipedia entry: Salzburg context as a celebratory licenza for Archbishop Schrattenbach; outline of form and meter changes.