Präludium in C-Dur, K. 300g (K. 395 / K. 284a)
ヴォルフガング・アマデウス・モーツァルト作

Mozarts Präludium in C-Dur (K. 300g) ist eine kurze Solominiatur für Tasteninstrument aus seinen frühen Erwachsenenjahen, die man meist unter dem Titel Capriccio in C-Dur, K. 395, antrifft. Üblicherweise auf etwa 1777–1778 datiert, zeigt es den 22-jährigen Komponisten in improvisatorisch gedachten Abschnitten – teils Präludium, teils freie Fantasie – statt in den ausgewogenen Perioden der reifen Wiener Sonaten.[1]
Hintergrund und Kontext
Mozart komponierte dieses präludienartige Stück in C-Dur, als er etwa 22 Jahre alt war – in jener Zeit des Reisens und der beruflichen Ungewissheit rund um seine Mannheim- und Parisreise (1777–78). Während es in älteren Katalogtraditionen schlicht als Capriccio für Tasteninstrument überliefert wurde (K. 395 = K. 300g), deutet die erhaltene Quellenlage auf einen Zusammenhang mit einem kleinen Konvolut von „Präludien“ (K. 284a) hin, das handschriftlich überliefert ist – ein Hinweis darauf, dass das Werk eher zu Mozarts praktischer, am Instrument entwickelter Welt des Extemporierens und der kurzen Unterrichtsstücke gehörte als zu einem größeren öffentlichen Auftrag.[2]
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Musikalischer Charakter
Auf dem Papier verhält sich die Musik wie ein improvisiertes Präludium: rasche Figurationen und gebrochene Akkorde entfalten sich in klarem C-Dur, bevorzugen helle, offene Klanglichkeiten und einen vorwärtsdrängenden, quasi-Allegro-haften Impuls. Statt ein einzelnes Thema in strenger Sonatenhauptsatzform zu entwickeln, schreitet Mozart in episodischen Kontrasten voran – kurze kadenzartige Ruhepunkte, gefolgt von frischen Ausbrüchen der Passagenarbeit –, sodass das Stück dem Hörer als geistreiches, spontanes „lautes Denken“ am Tasteninstrument erscheint. Der Gesamteindruck ist komprimierte Brillanz: ein kurzer Zeitraum, der dennoch auf jene freiere Fantasie-Manier vorausweist, zu der Mozart in späteren Tastenwerken in ambitionierterer Form zurückkehren sollte.[1]
[1] IMSLP work page for *Capriccio in C major*, K. 395 (also catalogued as K. 300g): basic work data and access to score scans (incl. NMA and manuscript scans).
[2] The Morgan Library & Museum: manuscript record for “4 preludes for piano, K. 284a,” discussing identification history connecting K. 300g/395 with the K. 284a preludes (Christoph Wolff identification).




