Mozart: „Die Verschweigung“ (Fragment), K. 518 (F-Dur)
di Wolfgang Amadeus Mozart

Mozarts Lied Die Verschweigung (Fragment) (K. 518) ist ein unvollendetes Lied in F-Dur, notiert in Wien am 20. Mai 1787, als der Komponist 31 Jahre alt war.[1] Das Erhaltene deutet auf eine kompakte, vom Text geführte vokale Miniatur hin—eines von mehreren deutschsprachigen Liedern aus Mozarts späten 1780er Jahren, in denen er eine flexiblere, sprechnahe Deklamation innerhalb eines einfachen Strophenrahmens erprobt.
Was bekannt ist
Die Verschweigung („Sobald Damötas Chloen sieht“) ist als autographes Manuskript überliefert und nur als Fragment erhalten, geschrieben für Singstimme und Klavier.[1] Das erhaltene Blatt wird als auf f.2v (S. 4) eines einzelnen Bifolios befindlich beschrieben—ein Hinweis darauf, dass es sich eher um einen Ausschnitt aus einem größeren Notationszusammenhang als um eine in sich geschlossene Reinschrift handelt.[1]
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Datum und Ort—20. Mai 1787, Wien—verorten das Fragment in derselben außerordentlich produktiven Wiener Schaffensphase, die noch im selben Jahr zu Don Giovanni führte, und zeigen, wie Mozart neben seinen größeren öffentlichen Projekten weiterhin das deutsche Lied pflegte.[1]
Musikalischer Gehalt
Selbst in seinem unvollständigen Zustand verweist die Seite auf Mozarts typische Liedtextur: eine gut singbare Melodielinie, getragen von einem Klaviersatz, der weniger als continuoartige Füllstimme denn als Partner bei der Gestaltung von Phrasierung und Kadenz gedacht scheint.[1] Das Textincipit (beginnend mit „Sobald Damötas Chloen sieht“) —eine pastorale Szene von Christian Felix Weiße—legt einen sanft erzählenden Ton nahe, und die Wahl von F-Dur entspricht naheliegend einem warmen, schlicht wirkenden Affekt statt ausgeprägter Theatralik.[1]
[1] IMSLP work page: dating (20 May 1787, Vienna), key (F major), text incipit, scoring (voice and piano), and manuscript note (occurs on f.2v of a single bifolio).




