K. 576a

Menuett fĂŒr Klavier in D-Dur, K. 576a

de Wolfgang Amadeus Mozart

Silverpoint drawing of Mozart by Dora Stock, 1789
Mozart, silverpoint by Dora Stock, 1789 — last authenticated portrait

Mozarts Menuett fĂŒr Klavier in D-Dur (K. 576a) ist eine kurze, spĂ€twienerische Miniatur fĂŒr Tasteninstrument, die allgemein auf etwa 1789 datiert wird, als der Komponist 33 Jahre alt war. Trotz ihres bescheidenen Umfangs verdichtet sie das höfische Menuett zu einem kompakten, pianistisch gedachten Absatz, dessen Klarheit und Haltung sich mĂŒhelos in Mozarts spĂ€ten Klavierstil einfĂŒgen.

Hintergrund und Kontext

1789 lebte Wolfgang Amadeus Mozart (1756–1791) in Wien und schrieb, inmitten einer zunehmend prekĂ€ren finanziellen Lage, weiterhin Klaviermusik neben großen Kammermusikwerken und umfangreicheren AuftrĂ€gen.[1]) Das Menuett fĂŒr Klavier in D-Dur, K. 576a wird gewöhnlich dieser spĂ€ten Wiener Phase zugeordnet, auch wenn die konkrete Dokumentation zu dem StĂŒck im Vergleich zu Mozarts grĂ¶ĂŸeren Werken aus demselben Jahr spĂ€rlich ist.[2])

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Musikalischer Charakter

Auf dem Papier gibt sich das StĂŒck als unkompliziertes Menuett in D-Dur zu erkennen – eine Gattung, die mit elegantem Dreiertakt sowie ausgewogener Phrasierung in vier und acht Takten verbunden ist –, zugeschnitten auf die Möglichkeiten des Klaviers fĂŒr klare Melodie-und-Begleittexturen.[2]) Obwohl seine musikalische Sprache bewusst unprĂ€tentiös bleibt, lenken AuffĂŒhrungen und Ausgaben hĂ€ufig den Blick auf kleine chromatische EinfĂ€rbungen innerhalb eines ansonsten diatonischen Rahmens – eine typisch mozartsche Art, einem höflichen Tanz momentweise Schatten und rhetorische SchĂ€rfe zu verleihen.[3]

[1] Overview of Mozart’s late D-major keyboard style and 1789 context (Piano Sonata No. 18 in D, K. 576).

[2] Score access and reference framing for the D-major keyboard minuet tradition associated with Mozart (IMSLP: Minuet in D major, K.355/576b).

[3] Brief performance/teaching note highlighting chromatic detail in Mozart’s Minuet in D, K. 355 (often linked in catalogues to later K-number variants).