Marsch (verschollen), K. 676
de Wolfgang Amadeus Mozart

Mozarts Marsch (K. 676) ist ein verschollenes und nur schlecht dokumentiertes Orchesterwerk, das vorsichtig auf 1780 datiert wird, als der Komponist 24 Jahre alt war. Weder Partitur noch Stimmen sind nach heutigem Kenntnisstand erhalten, und moderne Nachschlagewerke behandeln das StĂŒck eher als von zweifelhafter Echtheit denn als gesicherten Bestandteil des Kanons.
Was bekannt ist
Das als Marsch (K. 676) gefĂŒhrte Werk gilt allgemein als verschollen: Weder ein autographes Manuskript noch AuffĂŒhrungsmaterialien sind heute bekannt, und das StĂŒck ist vor allem durch Katalogvermerke ĂŒberliefert, nicht durch einen erhaltenen musikalischen Text. Zudem erscheint die Zuschreibung an Wolfgang Amadeus Mozart (1756â1791) unsicher; am ehesten ist es als zweifelhafter (möglicherweise unechter) Eintrag zu betrachten und nicht als tatsĂ€chlich ĂŒberlieferter Orchester-Marsch, der sich zuverlĂ€ssig beschreiben, edieren oder auffĂŒhren lieĂe.[1]
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In der modernen Katalogisierung wird K. 676 hĂ€ufig mit einer Datierung um 1780 verbunden, also in die Zeit unmittelbar vor Mozarts entscheidender Abwendung von Salzburg in Richtung Wien (und kurz vor Idomeneo in MĂŒnchen, 1781). Ohne erhaltene Musik bleiben jedoch Anlass, Besetzung und sogar die Tonart unbekannt.
Musikalischer Inhalt
Da derzeit keine musikalische Quelle vorliegt, lĂ€sst sich ĂŒber das thematische Material, die Instrumentation oder die formale Anlage von K. 676 ĂŒber die generische Bezeichnung âMarschâ hinaus nichts VerlĂ€ssliches sagen. Jeder Versuch, das StĂŒck mit Mozarts erhaltenen MĂ€rschen (fĂŒr Theater, Serenaden oder zeremonielle Zwecke) in Verbindung zu bringen, birgt die Gefahr, K. 676 mit besser belegten Werken derselben Gattung zu verwechseln.[2]
[1] Köchel catalogue (overview; includes category of lost authentic works and context for lost entries)
[2] Wikipedia: Mozart symphonies of spurious or doubtful authenticity (background on doubtful/spurious attributions in Mozart cataloguing)




