Kirchensonate in C (verschollen), K. 677
볼프강 아마데우스 모차르트 작

Mozarts Kirchensonate in C (K. 677) ist ein verschollenes und möglicherweise zweifelhaftes Werk, das im Köchel-Verzeichnis geführt und auf das Jahr 1780 datiert wird. Ein Notentext ist nicht überliefert; einzig der Katalogeintrag legt nahe, dass Mozart—damals 24 Jahre alt—vielleicht einst eine weitere kurze Sonate für den liturgischen Gebrauch in Salzburg beigesteuert hat.
Hintergrund und Kontext
In Salzburg war eine Kirchensonate (auch Epistelsonate genannt) ein kurzer instrumentaler Satz, der innerhalb der Messe erklang, meist zwischen den Lesungen; Mozart lieferte während seiner Salzburger Jahre eine beträchtliche Gruppe solcher Stücke [2]. K. 677 ist ausschließlich als Katalogverweis überliefert—eine Kirchensonate in C, datiert auf 1780—ohne erhaltene Partitur, Stimmenmaterial oder einen zuverlässig dokumentierten Aufführungskontext [1].
Zu diesem Zeitpunkt im Jahr 1780 stand Mozart noch in Salzburg im Dienst des Erzbischofs Colloredo, auch wenn sich seine Laufbahn zunehmend nach außen orientierte (nicht zuletzt durch den Münchner Auftrag für Idomeneo gegen Ende des Jahres). In diesem Umfeld wäre eine kleine liturgische Sonate in C-Dur als funktionale Kirchenmusik durchaus plausibel; da das Werk jedoch verschollen ist und zudem die Zuschreibung in der neueren Katalogpraxis in Frage gestellt wurde, muss K. 677 als zweifelhafter, nicht verifizierter Eintrag gelten und nicht als gesichert belegte Komposition.
Musikalischer Charakter
Über die Musik von K. 677 ist heute nichts bekannt: Weder Incipit noch Besetzung, Umfang oder Satzanlage sind in zugänglichen Quellen überliefert [1]. Daher lässt sich das Werk nicht verantwortungsvoll im Hinblick auf Themen, Harmonik, Form oder Instrumentation beschreiben.
Allgemein sind Mozarts Salzburger Kirchensonaten meist knapp, heiter und in der Textur klar—oft mit einer melodischen Oberstimme, die in einer kompakten, liturgisch bemessenen Anlage von Orgel und Streichern getragen bzw. ausbalanciert wird [2]. Falls K. 677 tatsächlich zu dieser Tradition gehörte, hätte es vermutlich demselben praktischen Zweck gedient; ohne überliefertes musikalisches Material bleiben jedoch sein spezifischer Charakter und sogar seine Urheberschaft ungewiss.
[1] International Mozarteum Foundation (Köchel Verzeichnis): KV 677 – Church sonata in C (catalogue entry)
[2] International Mozarteum Foundation (Köchel Verzeichnis): KV 328 – Church sonata in C (background on Salzburg epistle sonatas and liturgical function)