K. 681

Larghetto und Allegro in Es-Dur für zwei Tasteninstrumente (Fragment, vervollständigt von Maximilian Stadler), K. 681

ヴォルフガング・アマデウス・モーツァルト作

Mozart from family portrait, c. 1780-81
Mozart from the family portrait, c. 1780–81 (attr. della Croce)

Mozarts Larghetto und Allegro in Es-Dur (K. 681) ist ein kurzes, unvollendetes Werk für zwei Tasteninstrumente aus etwa 1781, das im Autograph nur fragmentarisch überliefert ist und später von Abbé Maximilian Stadler (1748–1833) ergänzt wurde [1]. Es gewährt einen seltenen Einblick in den 25-jährigen Mozart beim Entwerfen eines konzertanten, dialogisch angelegten Tastenstücks, dessen ursprünglicher Zweck bis heute nicht eindeutig geklärt ist [3].

Was bekannt ist

Mozarts erhaltenes Manuskript überliefert ein Larghetto gefolgt vom Beginn eines Allegro in Es-Dur, notiert auf vier Systemen – ein deutlicher Hinweis auf eine beabsichtigte Besetzung für zwei Tasteninstrumente (heute meist als zwei Klaviere aufgeführt und bisweilen für Klavier zu vier Händen eingerichtet) [3]. Das Autograph wird durch Ergänzungen in der Handschrift von Abbé Maximilian Stadler erweitert, einem der Musiker, die nach Mozarts Tod an der Ordnung seines Nachlasses beteiligt waren [1].

Wie das Vorwort der Neuen Mozart-Ausgabe berichtet, befand sich das Manuskript zum Zeitpunkt von Mozarts Tod in seiner Wohnung; Constanze Mozart und Georg Nikolaus von Nissen stießen bei der Nachlassaufnahme darauf und missverstanden zunächst die Besetzung, bevor Stadler das Stück erkannte und eine Vervollständigung in Angriff nahm (wie bei anderen Fragmenten) [1]. Dort wird das Manuskript als im Schloss-Musikarchiv in Kroměříž (Kremsier) verwahrt beschrieben [1]. Der Kompositionsort ist nicht zuverlässig dokumentiert.

Musikalischer Inhalt

Das Fragment umfasst eine vollständige langsame Einleitung – ein ausdrucksvolles Larghetto (35 Takte) – gefolgt von einem umfangreichen Abschnitt eines Allegro, der wie die Exposition eines Sonatenhauptsatzes wirkt (74 Takte) [3]. Schon im erhaltenen Teil ist die Satzweise auffallend „konversationell“: Musikalische Einfälle werden rasch zwischen den beiden Stimmen weitergereicht, wodurch ein souveränes, theatralisches Wechselspiel entsteht, statt einer Textur von Solostimme mit Begleitung [3]. In diesem Sinn fügt sich das Fragment selbstverständlich in Mozarts Beschäftigung des Jahres 1781 mit dramatischer Gestaltung und charaktervollem Dialog ein – selbst dort, wo er in rein instrumentalen Gattungen arbeitet.

[1] New Mozart Edition (Neue Mozart-Ausgabe), IX/24/1a — Foreword and source information for *Larghetto and Allegro in E♭* (fragment; completion in Stadler’s hand; manuscript history and location).

[2] IMSLP work page — basic catalog data and edition/credits (Stadler completion; Croll editor; NMA publication details; key and year).

[3] Hyperion Records notes (Tomer Lev) — summary of the surviving fragment’s extent (35-bar Larghetto; 74-bar Allegro exposition), four-stave notation implying two keyboards, and general context (probable 1781).