K. 452c

Satz zu einem Klavierkonzert in C (Fragment; im Zusammenhang mit K. 453), K. 452c

av Wolfgang Amadeus Mozart

Unfinished portrait of Mozart by Lange, 1782-83
Mozart, unfinished portrait by Joseph Lange, c. 1782–83

Mozarts Satz zu einem Klavierkonzert in C (K. 452c) ist eine winzige erhaltene Skizze aus Wien vom April 1784, offenbar als Entwurf für einen langsamen Satz gedacht und in Beziehung zum Klavierkonzert Nr. 17 in G-Dur, K. 453 gesetzt.[1] Das Überlieferte ist zu unvollständig, um es mit Sicherheit zu rekonstruieren, bietet aber einen kurzen Einblick in Mozarts Konzertwerkstatt im Alter von 28 Jahren.

Was bekannt ist

K. 452c ist als fragmentarischer Entwurf eines Mittelsatzes (Mittelsatz) zu einem Klavierkonzert in C-Dur überliefert und wird in der Literatur mit jenem Konzertprojekt in Verbindung gebracht, aus dem schließlich das Klavierkonzert Nr. 17 in G-Dur, K. 453 hervorging.[1][2] Die Skizze wird allgemein auf April 1784 in Wien datiert – genau in jene Zeit, in der Mozart Konzerte für seine Subskriptionskonzerte und für seine Schülerin Barbara Ployer schrieb.[1][3])

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Erhalten sind offenbar weniger als zehn Takte in Mozarts Hand, einschließlich einer Instrumentationsangabe, jedoch ohne vollständig ausgearbeitete Orchesterpartitur.[1] Die in sekundären Beschreibungen genannte Besetzung entspricht dem Standardkonzertorchester von 1784, wie es auch in K. 453 verwendet wird (paarweise Oboen, Fagotte und Hörner mit Streichern sowie Flöte). Das spricht dafür, dass das Fragment zu Mozarts reifem Konzertklangbild gehört und nicht zu einem Kammergenre – trotz gelegentlicher Querverweise in nicht spezialisierten Kataloglisten.[1]

Musikalischer Inhalt

Das Fragment wird meist als Adagio in C-Dur beschrieben, also als Idee für einen langsamen Satz, der zu kurz überliefert ist, um eine vollständige Form (etwa Sonatenform, dreiteilige Form oder Thema mit Variationen) feststellen zu können.[1] Dennoch ist bereits der Ansatz aufschlussreich: Der vollendete langsame Satz von K. 453 steht selbst in C-Dur, und K. 452c wirkt wie ein aufgegebener Versuch, dieselbe Ausdrucksaufgabe zu lösen (wie man einen souveränen C-Dur-Binnensatz in ein G-Dur-Konzert einfügt), bevor Mozart zu dem Andante gelangte, das wir heute kennen.[3])

[1] Chezy (Marimo) Mozart works list entry noting K. 452c as an Adagio in C major fragment (Vienna, April 1784), surviving as under 10 bars with instrumentation indicated; linked with K. 453.

[2] Klassika Werkverzeichnis list entry for KV 6 452c: “Mittelsatz zu einem Klavierkonzert (Fragment)” (1784).

[3] Wikipedia overview of Mozart’s Piano Concerto No. 17 in G major, K. 453 (1784) including movement keys (II in C major).