5 Divertimenti in B-Dur (zweifelhaft), K. 439b
沃尔夫冈·阿马德乌斯·莫扎特

Mozarts 5 Divertimenti in B-Dur (K. 439b), traditionell auf Wien 1783 datiert, sind als Gruppe kurzer Bläserstücke überliefert, deren Zuschreibung an Wolfgang Amadeus Mozart (1756–1791) weiterhin zweifelhaft bleibt. Heute liest man sie als gewandte, praxisnahe Ensemblemusik für tiefe Klarinetten (Bassetthörner); sie stehen Mozarts Wiener Faszination für Bläserfarben nahe – jedoch ohne die gesicherte dokumentarische Grundlage seiner authentifizierten Serenaden.
Hintergrund und Kontext
1783 war Mozart 27 Jahre alt und in Wien gerade neu etabliert. Er schrieb mit wachsender Sicherheit für das gemischte öffentliche und private Musikleben der Stadt – Klavierwerke für sich selbst, ambitionierte Vorhaben wie die Messe in c-Moll (K. 427) und zunehmend Musik, die den expressiven Spielraum der Bläser auslotete.[1]) Vor diesem Hintergrund wird der Komplex, der als 5 Divertimenti (K. 439b) bekannt ist, gewöhnlich um 1783 in Wien verortet; doch die Quellen erlauben nicht dieselbe Gewissheit wie bei Mozarts selbst dokumentierten Werken – ein Autograph ist nicht bekannt.[2]
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Musikalischer Charakter
Klar erkennbar ist hingegen „auf dem Papier“ die beabsichtigte Klangwelt: Diese Divertimenti sind als Bläsertrios überliefert, eng verbunden mit dem Bassetthorn (einem tieferen, weicheren Mitglied der Klarinettenfamilie), und moderne Ausgaben sowie die Aufführungspraxis realisieren sie häufig für drei Bassetthörner (oder praktische Alternativen wie zwei Klarinetten und Fagott).[3] Ihre Rhetorik entspricht der geselligen Wiener Harmonie-Musik im Miniaturformat: klare periodische Themen, ausgewogene Phrasenstrukturen und eine häufige Vorliebe für Satzweisen, die Melodie und Begleitung auf drei annähernd gleichberechtigte Stimmen verteilen, statt das tiefste Instrument als bloßen Continuo-Träger zu behandeln.
Über den ganzen Zyklus hinweg darf man die übliche Divertimento-„Kost“ der Zeit erwarten – helle eröffnende Allegros, lyrische langsame Sätze und aus dem Tanz abgeleitetes Schreiben (vor allem Menuette), zugeschnitten auf amateurfreundliche Atemführung und Artikulation. Das musikalische Interesse liegt dabei oft weniger in harmonischer Kühnheit als in Register und Mischung: Das Schreiben fürs Bassetthorn begünstigt warme Chalumeau-Klänge, dialogische Imitation und sanft theatralische Wechsel zwischen kantabler Melodie und leicht schwirrenden Begleitfiguren.
Stellung im Katalog
Wie immer man die Zuschreibung bewertet: K. 439b lässt sich am besten neben Mozarts authentifizierter Wiener Bläsermusik hören – als Dokument der damaligen Vorliebe für intime Bläserfarben und kompakte, gut aufführbare Formen. Sein zweifelhafter Status hat es am Rand des „Kern“-Kanons gehalten; dennoch bleiben die Stücke wertvoll als Einblick in das praktische Kammeridiom, das auch seine großen Wiener Leistungen für Bläser mitprägte.
乐谱
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[1] Wikipedia: Mass in C minor, K. 427 — dating and Viennese context for a major 1782–83 work contemporaneous with the presumed K. 439b timeframe.
[2] Digital Mozart Edition (Mozarteum): New Mozart Edition PDF (English) noting that no autograph is known for KV 439b.
[3] Breitkopf (publisher description): performance options and scoring tradition for K. Anh. 229 (439b), including association with three basset horns and common alternatives.




