Kyrie in D-Dur (K. 422a)
av Wolfgang Amadeus Mozart

Mozarts Kyrie in D-Dur (K. 422a) ist ein kurzes, unvollendetes Messsatz-Fragment aus dem Jahr 1787. Obwohl es in älteren Nachschlagewerken häufig mit der Salzburger Kirchenpraxis in Verbindung gebracht wird, weist das erhaltene Autograph vielmehr nach Wien; am überzeugendsten lässt sich das Stück als später, isolierter Ansatz zu einem Ordinariumssatz hören und nicht als Teil einer fertig ausgearbeiteten Messe.[1]
Hintergrund und Kontext
1787 war Mozart 31 Jahre alt und lebte und arbeitete hauptsächlich in Wien, wo geistliche Kompositionen in seinem Schaffen zwar einen kleineren, aber immer wiederkehrenden Platz einnahmen—meist angestoßen durch konkrete Aufträge oder persönliche Umstände, weniger durch eine kontinuierliche Hofanstellung. K. 422a ist als sehr kurze autograph überlieferte Partitur (zwei beschriebene Seiten) erhalten und ausdrücklich als unvollendetes Werk tradiert.[1] Spätere Abschriften bezeichnen es mitunter schlicht als „Anfang einer Messe“ (Anfang einer Messe), was eine intendierte liturgische Funktion nahelegt, ohne dass weitere Ordinariumssätze überliefert wären.[1]
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Musikalischer Charakter
Was auf dem Papier geblieben ist, entspricht der für Mozart typischen, knappen spätklassischen Kirchenbesetzung: SATB-Chor mit einem bescheidenen Orchester—zwei Oboen, Fagott, Streicher (Violinen und Viola) sowie Continuo (basso mit Orgel).[1] In diesem Sinn steht K. 422a der praktischen österreichischen Messkomposition näher als den groß angelegten konzertanten Entwürfen von Mozarts repräsentativen geistlichen Werken. Sein Fragmentcharakter macht weitreichende formale Aussagen heikel; dennoch deutet schon dieser kleine Ausschnitt auf eine effizient geführte Chor-Orchester-Textur, die das Kyrie-Flehen vor allem mit Klarheit statt mit ausgedehnter Virtuosität zur Geltung bringen soll.[1]
[1] Internationale Stiftung Mozarteum (Köchel Verzeichnis): work entry for KV 422a, Kyrie in D (fragment) — dating, scoring, and source/transmission notes.




