K. 323a

Gloria in C-Dur, K. 323a (Fragment)

by Wolfgang Amadeus Mozart

Silverpoint drawing of Mozart by Dora Stock, 1789
Mozart, silverpoint by Dora Stock, 1789 — last authenticated portrait

Mozarts Gloria in C-Dur (K. 323a) ist eine kurze, unvollendete Vertonung des Ordinarium Missae, die nur als Fragment ĂŒberliefert ist und in Katalogen mit dem Kyrie in C, K. 323, in Verbindung gebracht wird. Obwohl das StĂŒck oft mit Salzburger Praxis assoziiert wird, lĂ€sst das erhaltene Autograph den genauen liturgischen Anlass offen.

Hintergrund und Kontext

Das Gloria in C-Dur, K. 323a ist nur in einer sehr kurzen, unvollendeten Partitur ĂŒberliefert und wird im Werkverzeichnis unter Mozarts einzelnen MesssĂ€tzen gefĂŒhrt, nicht als Teil einer vollstĂ€ndigen Messvertonung.[1] Das Autograph wird im Katalog des Mozarteum als Fragment einer Kurzpartitur beschrieben (zwei BlĂ€tter mit drei beschriebenen Seiten); zur spĂ€teren Überlieferung gehört zudem eine Abschrift aus dem 19. Jahrhundert, die es ausdrĂŒcklich als den „Anfang eines Gloria“ von Mozart bezeichnet.[1]

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Da die Quelle lediglich den Beginn bewahrt, ist die Beziehung zum Ă€hnlich isolierten Kyrie in C, K. 323—das in Verzeichnissen hĂ€ufig „in Verbindung“ mit K. 323a genannt wird—am ehesten als praktische Zuordnung von Fragmenten zu verstehen und nicht als Beleg fĂŒr eine vollstĂ€ndig konzipierte, einheitliche Messe.[2]

Musikalischer Charakter

Gesichert lĂ€sst sich nur sagen, was Mozart in der Besetzung notiert hat. Das Fragment steht in C-Dur und verlangt einen SATB-Chor mit Streichern (zwei Violinen und Viola) sowie Basso continuo/Orgel; der Katalog des Mozarteum fĂŒhrt außerdem vier zusĂ€tzliche, in der Überlieferung separat gefĂŒhrte Stimmen (bezeichnet als sDes1–4) auf, neben der ĂŒblichen Chor- und Streicherbesetzung.[1]

Trotz seines unvollendeten Zustands deutet die Anlage auf einen festlichen, gewissermaßen „domhaften“ Auftakt: ein strahlender C-Dur-Rahmen, vom Chor getragener Satz mit lebhaften Streichern und ein Orgel-/Continuo-Fundament, das die Harmonik verankert und zugleich die liturgische Funktion stĂŒtzt. Doch das Fragment bricht ab, bevor Mozart die grĂ¶ĂŸere Gloria-Gestalt ausfĂŒhren kann—ob als kompakter, salzburgisch geprĂ€gter Durchlauf oder als stĂ€rker gegliederte, konzertierende Anlage—, sodass seine formalen Ambitionen eine offene Frage bleiben.

[1] Internationale Stiftung Mozarteum (KV Online): entry for KV 323a, including status (fragment), dating range, sources, key, and instrumentation.

[2] Wikipedia: List of compositions by Wolfgang Amadeus Mozart (includes K. 323a as “Gloria in C (in conjunction with K. 323)”).