K. 320f

La Chasse (Fragment) in A-Dur, K. 320f

沃尔夫冈·阿马德乌斯·莫扎特

Mozart from family portrait, c. 1780-81
Mozart from the family portrait, c. 1780–81 (attr. della Croce)

Mozarts La Chasse (Fragment) (K. 320f) ist ein kurzes, unvollendetes Orchesterstück in A-Dur, das in Paris zwischen Mai und Juli 1778 entstand, als der Komponist 22 Jahre alt war. Das Erhaltene — nur ein einziges Blatt der autographen Partitur — deutet auf ein Werk in hellem, „freiluftigem“ Tonfall hin, wie er mit Jagdthemen verbunden ist; welcher dramatische Zusammenhang ursprünglich vorgesehen war, bleibt jedoch unklar.

Was bekannt ist

Die Internationale Stiftung Mozarteum katalogisiert La Chasse als authentische, aber unvollendete „Instrumentalbewegung in A für Orchester“, komponiert in Paris im Zeitraum Mai–Juli 1778.[1] Die erhaltene Quelle ist eine autographe Partitur auf einem Blatt (zwei beschriebenen Seiten), überschrieben „// Chaße //“, was darauf hindeutet, dass nur ein Fragment der geplanten Bühnenmusik auf uns gekommen ist.[1]

As an Amazon Associate we earn from qualifying purchases.

Die Instrumentation im Manuskript ist klassisch und festlich: 2 Flöten, 2 Oboen, 2 Hörner und Streicher (Violinen I & II, Viola, Violoncello und Kontrabass) — ein Klangspektrum, das sich besonders für Freiluftkolorit und signalartige Hornführung eignet.[1] Abgesehen vom Titel wird im maßgeblichen Katalogeintrag jedoch keine gesicherte Zuordnung zu einem zugehörigen Schauspiel, einer Pantomime oder einem Ballettsujet überliefert; die konkrete dramatische Funktion der Musik bleibt daher ungewiss.[1]

Musikalischer Inhalt

Selbst in fragmentarischer Gestalt weist der Titel auf den chasse-Topos des späten 18. Jahrhunderts: lebhafte Bewegung, klare periodische Phrasierung und von den Hörnern geführte Gesten, die an Rufe und das geschäftige Treiben der Jagd erinnern. Die Besetzung — insbesondere das Hörnerpaar im Kontrast zu hellen Holzbläserfarben — rückt das Fragment in die Nähe jener öffentlichen, orchestralen Klangwelt, die Mozart 1778 in Paris aufnahm und weiterentwickelte; aus demselben Aufenthalt stammt auch seine „Pariser“ Symphonie, K. 297/300a.[2])

[1] International Mozarteum Foundation (Köchel Catalogue Online): KV 320f “Instrumental movement in A for orchestra ‘La chasse’” (dating, autograph description, instrumentation).

[2] Wikipedia: Symphony No. 31 (“Paris” Symphony), K. 297/300a (context for Mozart’s Paris stay in 1778).