K. 1c

K. 1c Allegro in F

von Wolfgang Amadeus Mozart

K. 1c Allegro in F

Der fünfjährige Mozart und sein Allegro in F, KV 1c

Wolfgang Amadeus Mozart schrieb seine ersten Kompositionen in einem Alter, in dem die meisten Kinder gerade das Alphabet lernen.

Eines dieser Stücke – das Allegro in F-Dur (im Katalog als KV 1c geführt) – steht als frühes Zeugnis seines außergewöhnlichen Talents. Komponiert im Jahr 1761, als Mozart erst fünf Jahre alt war, gewährt dieses kurze Werk für Klavier einen Einblick in die musikalische Welt des jungen Wunderkinds und in das fördernde Umfeld, das sein Vater Leopold geschaffen hatte.

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Eine Kindheit voller Musik (und ein bisschen Spiel)

Mozarts Tage als Kleinkind und Junge waren alles andere als gewöhnlich. Er wurde von seinem Vater Leopold zu Hause unterrichtet – einem erfahrenen Musiker und Lehrer.

Leopold brachte Wolfgang und seiner älteren Schwester Maria Anna (genannt „Nannerl“) nicht nur Musik, sondern auch Sprachen und grundlegende Bildung bei – doch die Musik stand eindeutig im Mittelpunkt.

Mit fünf Jahren spielte Wolfgang bereits Cembalo und Violine und schrieb sogar kleine Musikstücke. Tatsächlich erinnerte sich seine Schwester später: „Mit fünf Jahren komponierte er bereits kleine Stücke, die er unserem Vater vorspielte, der sie aufschrieb.“

Musik war für den Jungen keine Pflichtaufgabe; im Gegenteil, er liebte sie so sehr, dass die Familie ihn manchmal vom Instrument wegziehen musste, anstatt ihn zum Üben zu drängen.

Zu einer Zeit, in der andere Kinder gerade eingeschult wurden, trat Wolfgang bereits vor Fürsten und Kaiserinnen auf. Mit nur fünf und sechs Jahren erschien er an den europäischen Höfen und gab 1762 seine ersten öffentlichen Konzerte, bei denen er den Adel in München und Wien in Erstaunen versetzte.

Berühmt ist die Anekdote, dass der sechsjährige Mozart nach einem Konzert in Wien auf den Schoß von Kaiserin Maria Theresia sprang und sie küsste – ein kühner, verspielter Akt, der den Hof begeisterte.

Solche Geschichten zeigen, dass Mozarts soziale Welt eher aus Palästen als aus Spielplätzen bestand. Seine Kindheit war erfüllt von Musik, Reisen und Bewunderung durch Adelige – kaum mit einem normalen Schulalltag oder Nachbarschaftsfreundschaften zu vergleichen.

Vater und Sohn komponieren eine Melodie

Aus dieser musikalischen Kindheit entstand das Stück, das als KV 1c, Allegro in F, bekannt ist. Mozart komponierte es am 11. Dezember 1761 in Salzburg.

Natürlich konnte der fünfjährige Mozart noch keine Noten sauber aufschreiben, daher fungierte Leopold als sein Schreiber – er notierte die Töne in Nannerls Musikbuch, während Wolfgang spielte und improvisierte. Im erhaltenen Manuskript stammt die Handschrift von Leopold, doch die musikalischen Ideen gelten als die des kleinen Wolfgang.

Wie viel trug der Vater bei? Leopold war ein erfahrener Komponist und Lehrer; er führte seinen Sohn an, gab Rückmeldungen und einfache Kompositionsübungen. Doch zeitgenössische Quellen – darunter Leopolds Briefe und Nannerls Erinnerungen – deuten darauf hin, dass die schöpferische Idee von Wolfgang stammte und Leopold nur leicht korrigierte.

Tatsächlich waren Mozarts früheste Werke im Wesentlichen Vater-Sohn-Kollaborationen – der Junge erfand die Melodien, und der stolze Vater sorgte dafür, dass sie sauber niedergeschrieben und etwas verfeinert wurden.

Bemerkenswert ist, dass Mozarts Begabung in diesem Alter echt war – Besucher des Mozart-Hauses staunten darüber, dass ein so kleines Kind selbständig harmonische Melodien erfinden konnte.

Ein lebhaftes kleines Allegro in F

Ganz seinem Titel „Allegro“ (Italienisch für „heiter“ oder „schnell“) entsprechend ist das Stück hell, flott und verspielt. Es wurde für Cembalo geschrieben, das Instrument, das Mozart zu Hause besaß.

Das Werk ist sehr kurz – 24 Takte inklusive Wiederholungen – und dennoch klar strukturiert.

Mozart komponierte es in einer abgerundeten zweiteiligen Form: zwei Abschnitte, die jeweils wiederholt werden, wobei der zweite zum Hauptthema des ersten zurückkehrt.

In der Wirkung gleicht das Stück einem charmanten kleinen Tanz. Ein Kommentator verglich KV 1c sogar mit einem „fröhlichen süddeutschen Volkstanz“.

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Das Stück steht in F-Dur und ist Mozarts frühestes erhaltenes Werk in dieser Tonart. Der Stil ist schlicht und melodisch – man findet hier keine tiefgründige Komplexität, doch für die Erfindung eines Fünfjährigen ist es musikalisch schlüssig und voller Lebensfreude. Beim Hören kann man sich leicht vorstellen, wie der kleine Wolfgang mit seinen winzigen Händen fröhlich über die Tasten springt und eine Melodie hervorbringt, die vor Energie sprüht.

Noten

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