Sinfonie in C (Fragment), K. 19b (C-Dur)
von Wolfgang Amadeus Mozart

Mozarts Sinfonie in C (Fragment), K. 19b, ist ein faszinierendes Ăberbleibsel aus seinem Londoner Aufenthalt von 1765, entstanden, als er neun Jahre alt war. Erhalten ist nur ein winziger Anfangâgerade genug, um eine öffentliche, orchestrale Ambition zu erahnen, die weit ĂŒber das hinausgeht, was das heutige Quellenmaterial hören lĂ€sst.
Was bekannt ist
K. 19b wird allgemein auf Anfang 1765 in London datiert, wĂ€hrend des ausgedehnten Englandaufenthalts der Familie Mozart, und mit den ersten Versuchen des jungen Wolfgang Amadeus Mozart in der Sinfonie als öffentlicher Gattung in Verbindung gebracht.[1] Ăberliefert ist keine vollstĂ€ndige Partitur, sondern lediglich ein Incipit: ein dreitaktiger Allegro-Anfang in C-Dur, bewahrt durch eine Katalogtradition des 18./19. Jahrhunderts und nicht durch eine auffĂŒhrbare Manuskriptquelle.[2]
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Weil das Fragment so kurz ist, lassen sich die Merkmale, die eine Sinfonie normalerweise bestimmenâGesamtform, Anzahl der SĂ€tze und sogar die genaue Besetzungâaus der Musik selbst nicht erschlieĂen. Alfred Einstein vermutete ein Orchester wie in Mozarts anderen Londoner Sinfonien (Streicher mit je zwei Oboen und Hörnern), wĂ€hrend spĂ€ter in der Diskussion darauf hingewiesen wurde, dass eine festliche C-Dur-Besetzung auch Trompeten und Pauken nahelegen könnte; keine der beiden Annahmen lĂ€sst sich anhand der erhaltenen Takte verifizieren.[1]
Musikalischer Inhalt
Die ĂŒberlieferte Musik besteht aus einer kurzen Allegro-Geste in C-Durâeher einem âVorhangaufzugâ als einem vollstĂ€ndig ausgefĂŒhrten Thema. Sie vermittelt eine kantige, marschartige Zuversicht, wie sie fĂŒr SinfonieanfĂ€nge der mittleren 1760er Jahre typisch ist, und deutet auf Mozarts rasche Aneignung des Londoner Orchesterstils hin, dem er als Wunderkind begegnete.[1] Ăber dieses anfĂ€ngliche, auftaktbetonte Profil hinaus endet das Fragment jedoch, bevor ein tonaler Plan, ein Kontrast der Ideen oder ein orchestraler Dialog entstehen kannâwodurch seine gröĂere Anlage und sein genauer Platz innerhalb von Mozarts Londoner Jugendwerken eine offene Frage bleiben.
[1] Wikipedia: 'Symphony, K. 19b (Mozart)' â summary of source history, dating, and scholarly remarks on possible scoring and style.
[2] Wikipedia: 'Mozart symphonies of spurious or doubtful authenticity' â notes that only a three-bar Allegro opening survives and that attribution has been debated due to limited evidence.




