K. 19b

Sinfonie in C (Fragment), K. 19b (C-Dur)

ヴォルフガング・アマデウス・モーツァルト作

Mozart family portrait by Carmontelle, 1764
The Mozart family in Paris, 1763–64 (Carmontelle)

Mozarts Sinfonie in C (Fragment), K. 19b, ist ein faszinierendes Überbleibsel aus seinem Londoner Aufenthalt von 1765, entstanden, als er neun Jahre alt war. Erhalten ist nur ein winziger Anfang—gerade genug, um eine öffentliche, orchestrale Ambition zu erahnen, die weit über das hinausgeht, was das heutige Quellenmaterial hören lässt.

Was bekannt ist

K. 19b wird allgemein auf Anfang 1765 in London datiert, während des ausgedehnten Englandaufenthalts der Familie Mozart, und mit den ersten Versuchen des jungen Wolfgang Amadeus Mozart in der Sinfonie als öffentlicher Gattung in Verbindung gebracht.[1] Überliefert ist keine vollständige Partitur, sondern lediglich ein Incipit: ein dreitaktiger Allegro-Anfang in C-Dur, bewahrt durch eine Katalogtradition des 18./19. Jahrhunderts und nicht durch eine aufführbare Manuskriptquelle.[2]

As an Amazon Associate we earn from qualifying purchases.

Weil das Fragment so kurz ist, lassen sich die Merkmale, die eine Sinfonie normalerweise bestimmen—Gesamtform, Anzahl der Sätze und sogar die genaue Besetzung—aus der Musik selbst nicht erschließen. Alfred Einstein vermutete ein Orchester wie in Mozarts anderen Londoner Sinfonien (Streicher mit je zwei Oboen und Hörnern), während später in der Diskussion darauf hingewiesen wurde, dass eine festliche C-Dur-Besetzung auch Trompeten und Pauken nahelegen könnte; keine der beiden Annahmen lässt sich anhand der erhaltenen Takte verifizieren.[1]

Musikalischer Inhalt

Die überlieferte Musik besteht aus einer kurzen Allegro-Geste in C-Dur—eher einem „Vorhangaufzug“ als einem vollständig ausgeführten Thema. Sie vermittelt eine kantige, marschartige Zuversicht, wie sie für Sinfonieanfänge der mittleren 1760er Jahre typisch ist, und deutet auf Mozarts rasche Aneignung des Londoner Orchesterstils hin, dem er als Wunderkind begegnete.[1] Über dieses anfängliche, auftaktbetonte Profil hinaus endet das Fragment jedoch, bevor ein tonaler Plan, ein Kontrast der Ideen oder ein orchestraler Dialog entstehen kann—wodurch seine größere Anlage und sein genauer Platz innerhalb von Mozarts Londoner Jugendwerken eine offene Frage bleiben.

[1] Wikipedia: 'Symphony, K. 19b (Mozart)' — summary of source history, dating, and scholarly remarks on possible scoring and style.

[2] Wikipedia: 'Mozart symphonies of spurious or doubtful authenticity' — notes that only a three-bar Allegro opening survives and that attribution has been debated due to limited evidence.