Klaviersonate in C-Dur zu vier HĂ€nden (zweifelhaft), K. 19d
von Wolfgang Amadeus Mozart

Die Klaviersonate in C-Dur zu vier HĂ€nden (K. 19d) ist ein Werk, das traditionell mit Wolfgang Amadeus Mozart (1756â1791) in Verbindung gebracht wirdâentstanden wĂ€hrend des Londoner Aufenthalts der Familie im Jahr 1765, als er neun Jahre alt war. Die Zuschreibung bleibt jedoch zweifelhaft, und das StĂŒck wird in der modernen Nachschlageliteratur hĂ€ufig mit entsprechender Vorsicht behandelt.[1]
Mozarts Leben zu dieser Zeit
1765 hielt sich der neunjĂ€hrige Mozart im Rahmen der Grand Tour der Familie Mozart in London auf und trat gemeinsam mit seiner Schwester Maria Anna (âNannerlâ) öffentlich als Klavierduo auf. SpĂ€tere dokumentarische Erörterungen der Londoner Konzerte haben die Vermutung genĂ€hrt, dass ein vierhĂ€ndiges StĂŒck zu ihren Vorzeigewerken gehört haben könnte; doch gehen Fachleute weiterhin vorsichtig damit um, irgendeine konkret erhaltene Sonate mit Sicherheit zu identifizieren.[2][3]
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Musikalischer Charakter
Das unter dem Titel Sonate in C-Dur (K. 19d) ĂŒberlieferte Werk prĂ€sentiert sich als kompaktes Klavierduett in einem frĂŒhen galanten Idiom, geschrieben fĂŒr das Spiel a quattro mani an einem Instrument. Aus auffĂŒhrungspraktischer Sicht liegt sein Reiz weniger in harmonischer KĂŒhnheit als in dem lebhaften, publikumswirksamen Wechselspiel zwischen primo und secondoâSatzarten, die VirtuositĂ€t (einschlieĂlich Handkreuzungen) nahelegen und ein deutliches GefĂŒhl eines dialogischen Austauschs vermitteln können.[4]
Nimmt man das Werk fĂŒr bare MĂŒnze, passt es durchaus plausibel zu jener brillant-prĂ€gnanten Klavierschreibweise, die den Mozarts in den Londoner Salons gute Dienste geleistet hĂ€tte; da die Provenienz jedoch unsicher ist, hört man es am besten als faszinierendes Dokument des Umfelds um den kindlichen Mozartâund nicht als gesicherten Beleg fĂŒr seine Autorschaft.[1]
[1] Wikipedia: "Sonata in C major for keyboard four-hands, K. 19d" (overview; notes traditional London dating and doubtful status)
[2] MozartDocuments: 13 March 1765 (context for London performances; mentions speculative inclusion of K. 19d and notes uncertain authenticity)
[3] MozartDocuments: 4 August 1765 (CroĂż reference to a four-hand keyboard piece; discussion connected to the authenticity question of K. 19d)
[4] Oinas, Music and Practice (PDF): discussion of hand-crossing/showmanship in early sonatas, citing K. 19d as an example




