Ouvertüre und 3 Contredanses (zweifelhaft), K. 106
ヴォルフガング・アマデウス・モーツァルト作

Mozarts Ouvertüre und 3 Contredanses (K. 106) ist eine kurze Orchestersuite, die unter seinem Namen überliefert ist und meist auf etwa 1790 in Wien datiert wird, als er 34 Jahre alt war – doch die Zuschreibung bleibt zweifelhaft. Das Erhaltene weist auf praktische, tanzorientierte Gebrauchsmusik hin: eine Ouvertüre, gefolgt von drei Contretänzen, in einer schlanken Besetzung, wie sie für funktionale Unterhaltung typisch ist.
Was bekannt ist
K. 106 (auch als K. 588a katalogisiert) umfasst vier Sätze – eine Ouvertüre und drei Contredanses – und wird allgemein auf 1790 datiert.[1] Das Werk erschien erstmals posthum 1886 in der Breitkopf-&-Härtel-Gesamtausgabe, herausgegeben von Gustav Nottebohm (im Supplementband) – eine Überlieferungsgeschichte, die wenig dazu beiträgt, Mozarts Urheberschaft zu bestätigen.[1] Moderne Nachschlagewerke führen das Stück daher routinemäßig als zweifelhaft.[2]
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Die gedruckte Besetzung ist für Orchester ohne Bratschen – 2 Oboen, 2 Fagotte, 2 Hörner und Streicher –, was zur kompakten, auch für Aufführungen im Freien geeigneten Instrumentation passt, wie sie in der geselligen Musik des späten 18. Jahrhunderts häufig war, auch wenn die musikalische Handschrift hinter K. 106 nicht zuverlässig mit Mozart in Verbindung gebracht werden kann.[1]
Musikalischer Inhalt
Die Folge ist als geschlossene Sequenz angelegt: Ouvertüre, anschließend Contredanse Nr. 1–3.[1] Die Contredanses gehören zu jener Art flotter, symmetrischer Stücke mit Wiederholungsstruktur, wie sie mit der Wiener Ballpraxis verbunden sind (typischerweise im 2/4-Takt und aus kurzen, wiederholten Abschnitten gebaut): Musik, die weniger auf thematische Entwicklung als auf klare Phrasierung und verlässlichen rhythmischen Schwung zielt.[3] Vor dem Hintergrund von Mozarts dokumentierten Wiener Jahren – in denen er zugleich Werke von weit größerem Anspruch schuf – wäre K. 106, falls echt, am plausibelsten als gelegentliche Gebrauchsmusik und nicht als Konzertstück zu verstehen; falls unecht, spiegelt es dennoch den Klangraum, in dem Mozarts späte Wiener Tänze zirkulierten und nachgeahmt wurden.[1]
1 IMSLP: Werkseite mit Sätzen, Datierung (1790), Erstdruck (1886) und Angaben zur Instrumentation für K. 106/588a. https://imslp.org/wiki/Overture_and_3_Country_Dances%2C_K.106_%28Mozart%2C_Wolfgang_Amadeus%29 2 Mozart225: Diskografie-Seite mit dem Eintrag „Overture and Three Contredanses, K.106 (doubtful)“. https://www.mozart225.com/tracks-cd-71-80/ 3 Mozarteum-KV-Seite (Beispieleintrag) mit einer Beschreibung typischer Contredanse-Merkmale (Taktarten, Wiederholungsteile) in Mozarts Tanzpraxis. https://kv.mozarteum.at/work/sechs-kontretanze-5367




