K. Anh.H 12,18

Fuge in F für Klavier (Fragment), K. 626b/14 (= K. Anh.H 12,18)

av Wolfgang Amadeus Mozart

Mozart from family portrait, c. 1780-81
Mozart from the family portrait, c. 1780–81 (attr. della Croce)

Mozarts Fuge in F für Tasteninstrument ist nur als kurzes autographes Fragment überliefert; zitiert wird sie meist als K. 626b/14 und katalogisiert als K. Anh.H 12,18. Entstanden in Wien um 1782–83, gewährt sie einen Einblick in den 26-jährigen Komponisten, der am Klavier gelehrte kontrapunktische Technik erprobt, statt ein fertig ausgearbeitetes Konzertstück zu glätten.[1]

Was bekannt ist

Das Werk ist in Mozarts eigener Handschrift auf einem einzelnen Blatt (zwei beschriebenen Seiten) überliefert, und die Internationale Stiftung Mozarteum führt es als erhaltenes Autograph.[1] Obwohl es häufig auf Wien 1782 datiert wird, gibt derselbe Katalog auch eine allgemeine Datierung auf 1783 an; in jedem Fall gehört es zu Mozarts früher Wiener Zeit, kurz nach seinem dauerhaften Umzug in die Stadt.[1] Es handelt sich um eine Klavierfuge in F-Dur (für clavier), die unter mehreren parallelen Katalogbezeichnungen kursiert, darunter K. 375h und K. 626b/14.[1]

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Musikalischer Gehalt

Erhalten ist nur der Anfangsteil einer Fuge. Die überlieferte Notation weist auf eine knappe, solide kontrapunktische Studie hin: Ein einziges Thema wird vorgestellt und anschließend in imitierenden Einsätzen verarbeitet, wobei sich der Satz verdichtet, sobald weitere Stimmen hinzutreten. Das Fragment wirkt eher wie eine kompositorische Übung oder Skizze—eine Erkundung fugenmäßiger Verfahren am Klavier—als wie eine in sich geschlossene Fuge, die für Veröffentlichung oder öffentliche Aufführung gedacht gewesen wäre; durch den abrupten Abbruch bleiben der größere tonale Plan und ein möglicher Schluss unbekannt.[1]

[1] Internationale Stiftung Mozarteum, Köchel Catalogue entry for KV Anh. H 12,18: key, dating, other work numbers, and autograph transmission details.